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Obama besucht Hiroshima | BR24

© pa / dpa

Barack Obama

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    Obama besucht Hiroshima

    Barack Obama wird noch im Mai die japanische Stadt Hiroshima besuchen. Das teilte das Weiße Haus mit. Die USA hatten im August 1945 Atombomben über Hiroshima und Nagasaki abgeworfen und damit Japan zur Kapitulation im Zweiten Weltkrieg gezwungen.

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    Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 9. August 1945 waren der erste und bislang einzige Einsatz von Atomwaffen in einem Krieg. Den Befehl zum Einsatz der neuen Waffe gab der damalige US-Präsident Harry S. Truman. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 92.000 Menschen sofort – fast ausschließlich Zivilisten und von der japanischen Armee verschleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben allein bis Jahresende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den folgenden Jahren kamen viele weitere hinzu.

    Das Gedenken an die Opfer spielt in Japan eine große Rolle in der nationalen Kultur und im nationalen Selbstverständnis. Weltweit wurden Hiroshima und Nagasaki zu Symbolen für die Schrecken des Krieges und vor allem eines möglichen Atomkrieges zu Zeiten des Kalten Krieges. Besonders die militärische Notwendigkeit der zweiten Bombe auf Nagasaki wurde immer wieder angezweifelt. US-Präsidenten hatten es bisher stets vermieden, Hiroshima oder Nagasaki zu besuchen.