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Nürnberger Menschenrechtspreisträger im Iran im Hungerstreik | BR24

© Privatfotos von der Stadt Nürnberg freigegeben

Menschenrechtspreisträger Abdolfattah Soltani

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    Nürnberger Menschenrechtspreisträger im Iran im Hungerstreik

    Der im Iran inhaftierte Träger des Nürnberger Menschenrechtspreises, Abdolfattah Soltani, ist in den Hungerstreik getreten. Er wolle damit gegen unmenschliche Haftbedingungen und staatliche Willkür protestieren, so seine in Nürnberg lebende Tochter.

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    Maede Soltani sagte weiter, sie mache sich große Sorgen um den Gesundheitszustand ihres 64 Jahre alten Vaters. Er habe Bluthochdruck und Magenprobleme. Die medizinische Versorgung sei schlecht.

    Seit 2011 im Iran inhaftiert

    Der Anwalt hatte im Iran politische Gefangene verteidigt. Dafür zeichnete ihn die Stadt Nürnberg 2009 mit dem Internationalen Menschenrechtspreis aus. Die Teilnahme an der Preisverleihung in Franken wurde ihm jedoch verwehrt: Die iranischen Behörden entzogen Soltani am Flughafen den Pass. Zwei Jahre später wurde er wegen der Gründung eines Zentrums für Menschenrechte zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde mittlerweile auf zehn Jahre reduziert. Er befindet sich im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran.

    Willkür der Geheimdienste

    "Politische Gefangene im Iran sind der Willkür des Geheimdienstes ausgesetzt und erhalten nicht die gleichen Haftbedingungen wie andere Gefangene", schilderte seine Tochter. Wer gute Kontakte zur Regierung habe, erhalte zum Teil monatelange Hafturlaube. Für ihren Vater, den sie seit 2009 nicht mehr gesehen habe, gelte das nicht.