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NSU-Opfer-Anwältin erhält erneut Drohbrief | BR24

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Die Frankfurter Rechtsanwältin und NSU-Nebenklagevertreterin Seda Basay-Yildiz und ihre Familie werden von Rechtsextremen bedroht. Ein Blick auf den Stand der Ermittlungen und die Kritik um Vorgehen von Polizei und Justiz.

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NSU-Opfer-Anwältin erhält erneut Drohbrief

Die türkischstämmige Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz hat erneut einen Drohbrief erhalten. Das Schreiben ist in der Aufmachung mit den früheren Drohbriefen identisch, die die Unterschrift "NSU 2.0" trugen.

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Das nunmehr vierte Schreiben dieser Art sei direkt an die Anwältin gegangen, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen. Die "Frankfurter Zeitung" hatte zuvor berichtet, der Brief sei dem Vernehmen nach dieses Mal per Fax an das Polizeipräsidium Frankfurt geschickt worden. Nach Angaben Niesens ist der Drohbrief mit den früheren Drohungen identisch. Diese trugen die Unterschrift "NSU 2.0". Wer hinter den Faxen stecke, sei weiter unklar. "Die Ermittlungen sind im Gange", sagte Niesen.

Vertrauliche Daten über Anwältin vom Polizeicomputer abgefragt

Die Rechtsanwältin Seda Basay-Yildiz hatte im Prozess um Beate Zschäpe und die Terrorgruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) Opfer vertreten sowie in anderen Verfahren mutmaßliche islamistische Gefährder verteidigt. Nach dem ersten Schreiben im August 2018 war herausgekommen, dass Hintergrundwissen über die Anwältin aus dem polizeilichen Informationssystem eines Computers einer Beamtin des 1. Reviers in Frankfurt abgefragt worden war. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde eine mutmaßliche rechtsextreme Chatgruppe in der Frankfurter Polizei aufgedeckt.