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Notre-Dame: Erster Gottesdienst nach dem Großbrand | BR24

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Wie sehr sie beschädigt ist, sieht man ihr von vorne gar nicht an. Aber die Schäden sind schwerwiegend. Trotzdem fand bereits wieder ein erster Gottesdienst in Notre Dame statt. Sicherheitshalber jedoch nur in einer Seitenkapelle.

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Notre-Dame: Erster Gottesdienst nach dem Großbrand

Trotz weiterhin bestehender Einsturzgefahr wird in Notre-Dame wieder ein Gottesdienst gefeiert. Hilfsangebote für den Wiederaufbau gibt es aus aller Welt - aus Deutschland soll auch Eichenholz bereitgestellt werden.

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Auf den Tag genau zwei Monate ist es jetzt her, dass die Flammen in Notre-Dame gewütet haben. Wie sehr sie beschädigt ist, sieht man der Kirche zumindest von vorn gar nicht an. Doch der Eindruck trügt.

Der französische Kulturminister Franck Riester sagte im Fernsehsender France 2, die Kathedrale sei immer noch akut einsturzgefährdet: "Notre-Dame ist immer noch in einem sehr zerbrechlichen Zustand, vor allem das Holz, das noch nicht abgesichert wurde. Alles um Notre-Dame herum wurde abgesichert und abgestützt, jeder Giebel, nur das Holz im Inneren ist das Problem."

Fachleute und Handwerker bieten Hilfe an

Das Feuer hat weltweit eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Auch Deutschland bot Unterstützung an - nicht nur in Form von Geld. Unter anderem soll, falls benötigt, Eichenholz zur Verfügung gestellt werden. Fachleute und Handwerker boten ihre Hilfe an.

Barbara Schock-Werner, die ehemalige Kölner Dombaumeisterin, koordiniert die deutschen Hilfen zum Wiederaufbau. Sie sagt, bislang sei noch nicht klar, ob und welche Unterstützung die Franzosen benötigten. Sie habe etliche Angebote aus Deutschland für Eichenholz. "Wenn da erst mal ein Vertrauensverhältnis aufgebaut ist, dann kann es schon noch sein, dass sie sagen, sie brauchen noch Steinmetze, aber noch ist das alles sehr aufgeregt, warten wir mal ab."

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Zwei Monate nach dem Brand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist erstmals wieder eine Messe in dem Gotteshaus gefeiert worden. Der Pariser Erzbischof Michel Aupetit trug bei der Messe zur Soutane einen Schutzhelm.

Gottesdienst trotz Einsturzgefahr

Obwohl Notre-Dame noch einsturzgefährdet ist, wird dort heute nach dem Großbrand wieder ein Gottesdienst gefeiert. Anlass ist das jährlich begangene Fest der Altarweihe der Kathedrale.

Die Messe findet in einer weitgehend unbeschädigten Seitenkapelle statt. Daran teilnehmen dürfen nur wenige, von 20 Personen ist die Rede. Darunter befinden sich Priester und der Erzbischof von Paris, Michel Aupetit. Sie alle müssen aus Sicherheitsgründen Schutzhelme tragen.

"Eine Messe zu feiern, ist wichtig"

Schock-Werner ist bei dem Gottesdienst nicht dabei. Sie hat sich die Kapelle aber angeschaut. "Die Chorumgänge und die Chorkapellen sind sehr sauber geputzt. Sie saugen die jeden Tag aus, um auch den gefährlichen Bleistaub rauszukriegen. Da soll also die Messe stattfinden. Die eigentliche Kirche wird gar nicht betreten. Aber da im Osten der Kirche eine Messe zu feiern und zu sagen, "Das ist immer noch unsere Kirche", finde ich ganz wichtig."

Ursprünglich sollte die Messe auf den Vorplatz von Notre-Dame auf Großleinwand übertragen werden. Das allerdings genehmigten die Behörden aus Sicherheitsgründen nicht. Doch zumindest im Internet können Christen auf der ganzen Welt die Messe live verfolgen.