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Archiv: Gemeinsames Manöver US-amerikanischer und südkoreanischer Truppen

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    Nordkorea droht mit atomarem Erstschlag

    Nordkorea hat den USA und Südkorea mit einem atomaren Erstschlag gedroht. Die Regierung in Pjöngjang reagiert damit auf ein Manöver der beiden Staaten. Die nordkoreanische Volksarmee betrachtet die Militärübung als Vorbereitung auf einen Krieg.

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    Die Volksarmee teilte heute mit, sie werde Seoul und Washington "durch einen Präventiv-Nuklearschlag im Stile Koreas in einen Aschehaufen" verwandeln, sollten es geringste Anzeichen einer Aggression gegen das Territorium Nordkoreas geben.

    "Erstschlag"-Einheiten des Nordens seien bereit, Vergeltungsattacken auf Südkorea und US-Truppen zu starten, die an den Übungen beteiligt seien, berichteten Staatsmedien in Pjöngjang unter Berufung auf das Militär weiter.

    Das südkoreanische Vereinigungsministerium äußerte in einer Reaktion "starkes" Bedauern über die Drohungen Nordkoreas. Die Übungen mit den US-Streitkräften hätten einen rein defensiven Charakter.

    75.000 westliche Soldaten beteiligt

    Die amerikanisch-südkoreanischen Manöver begannen heute und dauern zwölf Tage. Sie bestehen vor allem aus computersimulierten Kriegsmanövern. Beteiligt sind 25.000 US-Soldaten und weitere 50.000 aus Südkorea, wie die Streitkräfte beider Länder mitteilten.

    Nordkorea reagiert auf jedes dieser regelmäßigen Manöver mit aggressiver Kriegsrhetorik. Verschärft werden die Spannungen in diesem Jahr durch den Konflikt um eine Reihe von nordkoreanischen Überläufern, die im Süden Zuflucht suchten.

    Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye wertete diese Fluchten als Beleg für innere Wirren in Nordkorea: "Es ist zunehmend wahrscheinlich, dass Nordkorea Terrorangriffe und Provokationen unternimmt, um interne Unruhen abzublocken, weitere Fahnenfluchten zu verhindern und Verwirrung bei uns zu stiften." Die südkoreanische Armee stehe bereit, um in einem solchen Fall "hart zurückzuschlagen", sagte Park.