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Nordirland: Gewalt in Londonderry - Frau erschossen | BR24

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Nahe der nordirischen Stadt Londonderry ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Eine Frau starb. Beobachter fürchten, dass der Brexit-Streit und die Frage der Grenze zu Irland den alten Konflikt neu entfachen könnte.

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Nordirland: Gewalt in Londonderry - Frau erschossen

Brennende Autos, schwer bewaffnete Sicherheitskräfte: Im nordirischen Londonderry hat es Ausschreitungen gegeben, eine 29-Jährige wurde getötet. Die Polizei behandelt dies als "terroristischen Vorfall".

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Am Rande der nordirischen Stadt Londonderry ist es zu gewaltsamen Ausschreitungen gekommen. Eine junge Frau sei durch Schüsse getötet worden, teilte die Polizei via Twitter mit. Der Tod der 29-Jährigen in der Wohnsiedlung Creggan werde als "terroristischer Vorfall" behandelt. Es wurden Mordermittlungen eingeleitet. Zuvor hatte die Polizei darüber informiert, dass in Creggan Brandsätze geschleudert und mehrere Schüsse abgefeuert worden seien. Auf Bildern vom Ort des Geschehens sind brennende Autos, gepanzerte Einsatzfahrzeuge der Polizei und schwer bewaffnete Sicherheitskräfte zu sehen. Zu den Hintergründen gaben die Behörden zunächst keine Details bekannt.

Im Nordwesten nahe der Grenze zur Republik Irland

Londonderry hat rund 85.000 Einwohner und liegt im äußersten Nordwesten der nordirischen Provinz an der Grenze zur Republik Irland. Dort wohnen vor allem Katholiken, die ihre Stadt Derry nennen.

In dem britischen Landesteil sind paramilitärische Gruppierungen aktiv. Seit Jahresbeginn explodierten wiederholt Sprengsätze in Londonderry, ohne dass es dabei Verletzte gab. Einer davon detonierte im Januar vor einem Gericht mitten in der Stadt, nachdem kurz zuvor eine Warnung bei den Behörden eingegangen war.

Sorge vor Wiederaufflammen des Nordirland-Konflikts

Unklar ist, ob die neuerlichen Unruhen im Zusammenhang mit dem Osterwochenende stehen, das traditionell für politische Kundgebungen genutzt wird. Zuletzt war im Zuge der Brexit-Verhandlungen die Sorge gewachsen, dass die drohende Einführung von Grenzkontrollen zwischen dem britischen Nordirland und der auch künftig zur EU gehörenden Republik Irland die Gewaltspirale wieder in Gang setzen könnte.

In dem über Jahrzehnte währenden Konflikt standen katholische Nationalisten, die eine Vereinigung mit Irland anstreben, protestantischen Unionisten gegenüber, die weiterhin zum Vereinigten Königreich gehören wollen.

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Brennende Autos, schwer bewaffnete Sicherheitskräfte: Im nordirischen Londonderry hat es Ausschreitungen gegeben, eine 29-Jährige wurde getötet. Die Polizei behandelt dies als "terroristischen Vorfall".