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Griechenland: Zusammenstöße von Flüchtlingen und Polizisten | BR24

© dpa-Bildfunk/Giannis Papanikos

Nordgriechenland: Zusammenstöße von Migranten und Polizisten

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Griechenland: Zusammenstöße von Flüchtlingen und Polizisten

In Nordgriechenland haben sich hunderte Flüchtlinge Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften geliefert. Zuvor hatten sich Gerüchte in sozialen Medien verbreitet, die Grenze zu Nordmazedonien sei offen. Das ist laut griechischer Regierung falsch.

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In Griechenland nahe der Grenze zu Nordmazedonien ist es erneut zu gewalttätigen Zusammenstößen von Migranten mit der Polizei gekommen. Zahlreiche Migranten schleuderten Steine auf Polizisten. Die Beamten setzten ihrerseits Tränengas und Blendgranaten ein, um die Randalierer auseinander zu treiben und zurückzudrängen, wie griechische Medien übereinstimmend meldeten.

In der Region haben sich rund 2.000 Ausländer versammelt, die über Nordmazedonien nach Mitteleuropa weiterreisen wollen. Sie übernachteten zuletzt in Zelten rund um ein Flüchtlingslager bei Diavata.

Ministerium: Die Grenze bleibt zu

In den vergangenen Tagen hatte in sozialen Medien das Gerücht die Runde gemacht, die Grenze zu Nordmazedonien sei offen. Das griechische Migrationsministerium erklärte dagegen, die Grenze werde nicht geöffnet. Alle Migranten sollten in ihre Unterkünfte zurückgehen, dazu stünden Busse bereit.

Ansammlungen von Migranten, die gen Norden reisen wollten, gab es auch in Athen. Dort besetzten am Freitag rund 300 Menschen den Hauptbahnhof der griechischen Hauptstadt. Der Bahnverkehr wurde für mehrere Stunden eingestellt. Die Besetzung wurde jedoch in der Nacht zum Samstag beendet, teilte die Eisenbahndirektion mit. Alle Züge fuhren wieder.

Balkanroute weitgehend geschlossen

Während des Höhepunkts der Migrationskrise war entlang der Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien ein Grenzzaun gebaut worden. Dieser steht noch und wird überwacht. Damit ist die sogenannte Balkanroute nach Mitteleuropa weitgehend geschlossen worden. Sie führt von Griechenland über Nordmazedonien, Serbien und Ungarn nach Mitteleuropa. 2015 und 2016 waren mehr als eine Million Menschen über diese Route nach Deutschland gereist.