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Nicola Beer, FDP: "Möchte Brücke sein nach Brüssel" | BR24

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Nicola Beer verteidigt ihre Doppelrolle als FDP-Spitzenkandidatin für Europa und gleichzeitig stellvertretende Bundesvorsitzende. Sie strebe eine grundlegende Reform der EU an, erklärte Beer in der radioWelt auf Bayern 2.

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Nicola Beer, FDP: "Möchte Brücke sein nach Brüssel"

Nicola Beer verteidigt ihre Doppelrolle als FDP-Spitzenkandidatin für Europa und stellvertretende Bundesvorsitzende. Sie strebe eine grundlegende Reform der EU an, erklärte Beer in der radioWelt auf Bayern 2.

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"Wir wollen Europa im Herzen des Präsidiums verankern. Ich möchte ganz persönlich die Brücke sein von Deutschland nach Brüssel und umgekehrt und dazu kann das Gewicht der stellvertretenden Bundesvorsitzenden entscheidend beitragen", sagte die FDP-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Nicola Beer, im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2.

Beim FDP-Parteitag war Nicola Beer mit 58,5 Prozent zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt worden. Sie fühle sich dennoch von den Delegierten ausreichend unterstützt, betonte Beer.

"Den Rückenwind gab es dann aber am Sonntag, als wir den Wahlaufruf für die Europawahl verabschiedet und diskutiert haben. Wir sind jetzt mit voller Leidenschaft dabei, wir haben die Europawahl voll im Blick, weil das für uns der Moment ist, wo wir die Kräfte sammeln wollen, um Europa grundlegend zu erneuern, denn wir glauben an Europa. Aber man muss es besser aufstellen, als es momentan ist." Nicola Beer

EU eine lahme Fähre, nicht hochseetauglich

Nicola Beer strebt eine grundlegende Reform Europas an, sagte sie in der radioWelt.

"Zum einen müssen wir schneller entscheiden und handeln, also nicht nur diskutieren Gipfel auf Gipfel, sondern wirklich Ergebnisse liefern. Da gibt es eine Menge zu verändern, zum Beispiel, dass wir die Kommission verkleinern, und zwar unmittelbar nach der Wahl, dass wir gar nicht erst wieder 28 Kommissare berufen - 18 sind völlig ausreichend. Wir müssen das Parlament stärken, und wir brauchen im Rat mehr Mehrheitsentscheidungen, damit aus dieser Europäischen Union endlich ein hochseetauglicher Segler wird und nicht die lahme Flussfähre, die wir da momentan haben." Nicola Beer

Nur so könne Europa wieder bei den Menschen ankommen.

"Es geht darum, dass Europa nicht nur in seinen Verträgen wächst, es ist kein theoretisches Konstrukt. Es wird nur aus den Herzen der Menschen wachsen, oder es wird gar nicht wachsen. Es geht nicht nur um Fakten und Zahlen, sondern auch um Leidenschaft für diese europäische Idee." Nicola Beer