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Nichtwähler als Joker für Martin Schulz | BR24

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Martin Schulz

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    Nichtwähler als Joker für Martin Schulz

    Er ist der Mann der Stunde in der SPD: Martin Schulz. Und das liegt auch an einer für die Wahl nicht ganz unbedeutenden Gruppe: den Nichtwählern. Sie könnten zu einer entschiedenen Größe im Wahlkampf 2017 werden. Von Antonia Franz

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    Er verortet sich in der politischen Mitte, ist politikverdrossen, aus einem schwachen sozialen Umfeld, bildungsfern und verdient eher wenig. Die Rede ist vom durchschnittlichen deutschen Nichtwähler.

    Etwa 30 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland gehörten bei der Bundestagswahl 2013 zu dieser Gruppe. Ein Riesen-Potential, das es gilt zu mobilisieren. Der SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz gelingt das aktuell sehr gut, wenn man jüngsten Umfragen glauben kann.

    Schulz muss liefern

    Mit der Forderung nach mehr sozialer Gerechtigkeit bedient Martin Schulz nicht nur die alte SPD-Klientel, sondern schafft es, sozial schwächere Nichtwähler auf seine Seite zu ziehen. Um diese Zustimmung zu behalten, muss der SPD-Kandidat es schaffen, die Themen der Nichtwähler glaubhaft in sein Programm aufzunehmen, sagt der Demokratie-Experte Robert Vehrkamp.

    Wie die Nichtwähler zurückholen?

    Auf jeden Fall, so Vehrkamp, gelte es, das große Heer der Nichtwähler wieder für die Politik zu gewinnen und an die Wahlurnen zu bringen. Das haben jetzt auch die etablierten Parteien erkannt.

    "Und die allerletzten Landtagswahlergebnisse und auch die Umfragen für die SPD und Martin Schulz zeigen ja, es ist auch für etablierte Parteien möglich bei Nichtwählern Erfolge zu erzielen. Und das lohnt sich, unter Umständen ist es wahlentscheidend auch bei der nächsten Bundestagswahl." Robert Vehrkamp, Demokratie-Forscher Bertelsmann-Stiftung

    Von
    • Gerlinde Baun
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