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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Ben Mckay

Knapp zwei Wochen nach der Strandung eines Orca-Babys in Neuseeland wachsen die Sorgen um die Zukunft des kleinen Meeressäugers. Die Suche nach seiner Herde laufen auf Hochtouren.

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Neuseeland: Sorge um gestrandetes Orca-Baby

In Neuseeland sorgen sich Experten um ein Orca-Baby, das vor knapp zwei Wochen verletzt gestrandet war. Alleine kann das Kalb noch nicht im Meer überleben. Wenn die Herde nicht gefunden wird, muss das Tier möglicherweise eingeschläfert werden.

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Von
  • Claudia Steiner

Knapp zwei Wochen nach der Strandung eines Orca-Babys in Neuseeland wachsen die Sorgen um den kleinen Meeressäugers. Experten schließen nicht mehr aus, dass der Schwertwal, der auf den Maori-Namen Toa getauft wurde, eingeschläfert werden muss.

Toa bedeutet soviel wie "mutig" oder "stark". Die Suche nach der Herde blieb bisher erfolglos - auch wegen extrem schlechter Wetterbedingungen. Toa wird derzeit 24 Stunden am Tag von Tierärzten, Pflegern und Naturschützern in einem speziell für ihn eingerichteten Pool betreut und gefüttert.

"Wir merken, dass es sehr frustrierend für ihn ist, in so einem kleinen Pool zu sein." Ingrid Visser, Meeresbiologin

Man wolle das Tier deshalb so schnell wie möglich zurück ins Meer bringen.

Suche nach Orca-Herde

Das nur wenige Monate alte Kalb war am 12. Juli vor Plimmerton Beach auf der Nordinsel in flachem Gewässer entdeckt worden. Es war leicht verletzt. Seither suchen zahlreiche Freiwillige im Meer nach seiner Familie, bislang ohne Erfolg. Der Wal ist vermutlich nicht einmal drei Monate alt und somit noch zu jung, um allein zu überleben. Außerdem brauche er dringend Muttermilch.

Zudem sei ein so junger Wal für sein späteres Leben darauf angewiesen, von seiner Mutter und der Herde lebenswichtige Fähigkeiten zu erlernen, so eine Expertin der Massey University in Auckland. Früher oder später blieben nur zwei Möglichkeiten: den Orca einzuschläfern oder ihn in eine auf Wale spezialisierte Einrichtung zu bringen, die es aber in Neuseeland nicht gebe.

Ersatzmutter für Tao?

Auch Ian Angus, Meeresexperte beim Department of Conservation, erklärte: "Wir planen gerade für eine Reihe von Szenarien. Zwar ist die Gesundheit des Orcas noch stabil, jedoch müssen wir auch realistisch sein, wenn wir an das Wohlergehen dieses Tieres auf lange Sicht denken. Und das muss unser Hauptanliegen sein."

Inzwischen wird noch eine weitere Möglichkeit diskutiert. Auch eine andere Herde könnte die Rettung für Toa bedeuten: Weibliche Orcas adoptieren manchmal fremde Walkälber und versorgen sie. Viele Menschen in Neuseeland verfolgen täglich gespannt die Nachrichten rund um das Wal-Baby.

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