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Neuseeland: Haft für Teilen des Christchurch-Videos | BR24

© dpa-Bildfunk/Vincent Yu

Patrouille vor Moschee in Christchurch

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    Neuseeland: Haft für Teilen des Christchurch-Videos

    Der Attentäter, der in Christchurch in zwei Moscheen 51 Menschen tötete, hatte seine Tat live auf Facebook gezeigt. Dieses Video wurde weiter verbreitet - auch von einem Neuseeländer aus der Neonazi-Szene. Er muss dafür nun 21 Monate in Haft.

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    Der Anschlag auf die Moscheen war vom Täter mit einer Helmkamera gefilmt und über ein Facebook-Konto live im Internet übertragen worden. Ein Geschäftsmann aus Christchurch, Besitzer eines Unternehmens, das mit Neonazi-Symbolen wirbt, leitete die Aufnahmen am nächsten Tag an 30 Bekannte weiter. Zudem gab er in Auftrag, das Video mit einem "Totenzähler" zu versehen - einer Art Strichliste, wie viele Leute ermordet worden waren.

    Fünf weitere Anklagen

    Der Geschäftsinhaber hatte das Video laut Richter Stephen O'Driscoll als "toll" bezeichnet und keine Empathie gegenüber den Opfern gezeigt. Er legte Berufung gegen das Urteil ein. Neben ihm wurden bisher noch fünf weitere Menschen wegen teilen des Videos angeklagt.

    Der Attentäter wartet auf seinen Prozess

    Wegen des Anschlags sitzt ein 29 Jahre alter Rechtsextremist aus Australien in einem Hochsicherheitsgefängnis in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft legt ihm 51-fachen Mord und 40-fachen Mordversuch zur Last. Bei einer Verurteilung erwartet den Australier lebenslange Haft. Der Prozess soll im Mai 2020 beginnen.