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Neues Verfahren für mehr Corona-Testkapazitäten | BR24

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Ein Team des Blutspendedienstes und der Universitätsklinik Frankfurt am Main bedient sich einer sogenannten "pooling"-Methode. Das spart Test-Kits und erhöht die Testkapazität um das 5- bis 10-fache.

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Neues Verfahren für mehr Corona-Testkapazitäten

Ein Team des Blutspendedienstes und der Universitätsklinik Frankfurt am Main hat ein Verfahren entwickelt, das die Testkapazitäten um das 5- bis 10-fache erhöht. Es bedient sich einer sogenannten "pooling"-Methode. Das spart auch Test-Kits.

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Ein Team des Blutspendedienstes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum hat eine Methode entwickelt, um mehrere Abstrichproben auf einmal zu testen.

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Steigerung ohne Qualitätsverlust

Bei dem neuen Verfahren führen die Forscherinnen und Forscher mehrere Proben in einer speziellen Lösung zusammen und testen sie mit Hilfe des sogenannten PCR-Verfahrens. Ist das Gesamtergebnis negativ, könne man sicher davon ausgehen, dass auch alle Einzelproben frei vom Erreger seien. Bei einem positiven Gesamtergebnis müssten die Abstriche noch einmal einzeln geprüft werden. Damit lasse sich die Zahl der Tests pro Tag um ein Vielfaches steigern, ohne Qualitätsverlust.

Verfahren bald weltweit möglich

Normalerweise werden die bei den Tests genommenen Schleimhautproben aus Rachen oder Nase einzeln auf das Coronavirus getestet. Der Geschäftsführer des Blutspendedienstes des DRK, Prof. Dr. Erhard Seifried, will das Verfahren nach abschließender Überprüfung allen Laboren deutschlandweit und weltweit zur Verfügung stellen.