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Neuer Konflikt um "Sea-Eye"-Schiff "Alan Kurdi" bahnt sich an | BR24

© Pavel D. Vitko/dpa-Bildfunk

Zwei Seenotretter im Schlauchboot auf dem Weg zur "Alan Kurdi"

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    Neuer Konflikt um "Sea-Eye"-Schiff "Alan Kurdi" bahnt sich an

    Die "Alan Kurdi", das Schiff der Regensburger Flüchtlings-Hilfsorganisation "Sea-Eye", ist derzeit mit 40 aus dem Mittelmeer geborgenen Menschen an Bord auf dem Weg in italienische Gewässer. Trotz eines Verbots von Innenminister Matteo Salvini.

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    Nachdem die Crew des Flüchtlings-Rettungsschiffs "Alan Kurdi" am Mittwoch 40 Menschen aus einem überfüllten Schlauchboot im Mittelmeer an Bord genommen hat, ist das Schiff nun auf dem Weg in italienische Gewässer. Ziel ist die Insel Lampedusa als nächstgelegener sicherer Hafen, hieß es seitens der Regensburger Hilfsorganisation.

    Italiens Innenminister Salvini verhängt Verbot

    Damit droht der nächste Konflikt um die "Alan Kurdi". Denn der italienische Innenminister Matteo Salvini hat dem Schiff Medien zufolge ausdrücklich ein Einfahrts- und Durchfahrtsverbot für italienische Gewässer erteilt. Auf Twitter schrieb er: "Sie sind eine deutsche Nichtregierungsorganisation und wissen, wohin sie fahren können, aber nicht nach Italien. Punkt."

    "Sea Eye" will Menschen an Land bringen

    Fährt ein Schiff unerlaubt in italienische Territorialgewässer, drohen Strafen bis zu 50.000 Euro. "Sea-Eye" lässt sich davon offenbar nicht beeindrucken. Eine Sprecherin erklärte: "Wir fordern, dass die 40 Menschen an Bord der 'Alan Kurdi' gemäß den internationalen Gesetzen umgehend an Land gebracht werden können, wo sie weiter versorgt werden können." Die vom Schlauchboot geretteten Menschen sollen aus Nigeria, Mali, dem Kongo, Ghana, Liberia und der Elfenbeinküste stammen. Unter ihnen sollen auch eine Schwangere, drei Kleinkinder und ein Mann mit einer Schusswunde am Oberarm sein. Sie werden an Bord von einem Ärzteteam versorgt.