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Neue Warnhinweise bei Hitze | BR24

© picture-alliance / dpa

Thermometer

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    Neue Warnhinweise bei Hitze

    Wissenschaftler sehen Hitze als eine der größten Gefahren für Menschen. Um künftig vor allem ältere Menschen vor extremen Temperaturen zu warnen, führt der Deutsche Wetterdienst (DWD) zum 1. Juni ein Hitzewarnsystem ein. Von Claudia Steiner

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    Hitze ist eine der größten Gefahren für das menschliche Leben - nicht nur in Entwicklungsländern, sondern auch in Deutschland.

    "So forderte die Hitzewelle im Sommer 2003 allein bei uns rund 8.000 zusätzliche Todesopfer. In Europa starben damals etwa 60.000 Menschen." Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes

    Immer mehr Tage mit mehr als 30 Grad Celsius

    Für Deutschland wird Prognosen zufolge eine deutliche Zunahme der Zahl sogenannter heißer Tage erwartet. Dies seien Tage mit einer Tageshöchsttemperatur von mindestens 30 Grad Celsius. Im Extremfall könnte sich ihre Zahl bis 2100 vervierfachen. Gleichzeitig dürfte auch die Gefahr von Hitzewellen markant steigen - in Süddeutschland voraussichtlich stärker als im Norden.

    Neue Berechnung für Ältere und Kranke

    Mit der Erweiterung des Warnsystems werden die DWD-Meteorologen die Besonderheiten dieser speziellen Zielgruppe berücksichtigen und eine "Gefühlte Temperatur" für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen berechnen. Überschreiten die thermischen Bedingungen bereits die Schwelle zur extremen Wärmebelastung, ohne dass die "Gefühlte Temperatur" über 38°C liegt, wird demnach in den amtlichen Warnmeldungen deutlich hervorgehoben, dass ältere Menschen besonders belastet sind.

    "Hitzewarnsysteme können Leben retten, da sie die Basis für erfolgreiche Gegenmaßnahmen darstellen." Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes

    Der DWD will unter anderem Pflegeeinrichtungen gezielt informieren. Außerdem soll die Warnung unter anderem auch an Medien gehen. Geplant sei zudem eine Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung von Baden-Württemberg. In den Warntexten sollen zudem Verhaltensempfehlungen stehen wie zum Beispiel viel zu trinken und direkte Sonneneinstrahlung zu meiden.