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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier
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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

Mit Vertretern aus mehr als 100 Ländern, darunter fast 40 Staats- und Regierungschefs und dutzenden Ministern, hat in Peking das zweite Gipfeltreffen zu dem Mega-Projekt "Neue Seidenstraße" begonnen. Für Deutschland nimmt Wirtschaftsminister Peter Altmaier teil.

Er sprach sich erneut für eine einheitliche EU-Linie aus: "Wir haben in der EU einen großen Teil der Mitgliedsstaaten, die der Auffassung sind, dass wir gemeinsam vorgehen müssen", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im Interview mit der radioWelt auf Bayern 2. "Ich gehe davon aus, dass das auch für Länder wie Italien oder Ungarn möglich sein kann. Allerdings werden wir mit unseren Freunden aus diesen Ländern darüber offen und freundschaftlich reden."

Altmaier: EU soll Vereinbarung mit China treffen

Italien hat bisher als einziges EU-Land eine Absichtserklärung gegenüber China unterschrieben. Auch Ungarn steht den chinesischen Plänen aufgeschlossen gegenüber.

Altmaier sagte, er halte es für sinnvoll, seitens der Europäischen Union Vereinbarungen mit China abzuschließen. Es gehe darum, deutlich zu machen, "dass wir gemeinsam hinter unseren gemeinsamen Anliegen stehen." Er werde jedenfalls alles dafür tun, dass die EU in Peking möglichst geschlossen auftrete, so Altmaier.

Seidenstraßen-Gipfel als chinesische Charme-Offensive

Zu Beginn des zweitägigen Gipfeltreffens in Peking hatte Chinas Staats- und Parteichef Xi mehr Offenheit bei dem Bauprojekt "Neue Seidenstraße" versprochen. Er sagte in seiner Eröffnungsrede, alles solle auf transparente Weise getan werden. Xi kündigte zudem wörtlich Null-Toleranz für Korruption an.

Die chinesische Regierung will mit dem "Seidenstraßen"-Projekt neue Handelswege bauen. Dafür investiert sie weltweit Milliarden. Kritiker warnen vor einer politischen Abhängigkeit von China.