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Neuauszählung: Biden als Sieger in Georgia bestätigt | BR24

© Andrew Harnik/picture-alliance/AP Images

Der designierte US-Präsident Joe Biden hat im Schlüsselstaat Georgia tatsächlich gewonnen. Dies ergab eine wiederholte Auszählung.

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    Neuauszählung: Biden als Sieger in Georgia bestätigt

    Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat im Bundesstaat Georgia gewonnen. Dies bestätigte eine Neuauszählung. Demnach liegt der Demokrat immer noch mit 12.200 Stimmen Vorsprung vor Trump.

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    Nach der Neuauszählung der bei der US-Präsidentschaftswahl abgegebenen Stimmen in Georgia haben die Behörden des Bundesstaats den Wahlsieg des Demokraten Joe Biden bestätigt.

    Die Neuauszählung der Stimmen per Hand habe ergeben, "dass die ursprüngliche maschinelle Stimmauszählung den Gewinner der Wahl korrekt wiedergegeben hat", hieß es am Abend auf der Website des Wahlleiters von Georgia, Brad Raffensperger.

    Neuauszählung wegen extrem knappen Wahlausgangs

    Die Behörden in Georgia hatten die Neuauszählung wegen des extrem knappen Wahlausgangs beschlossen. Biden hatte nach der ersten maschinellen Zählung nur mit rund 14.000 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump gelegen. Nach der Neuauszählung per Hand verringerte sich Bidens Vorsprung leicht auf 12.200 Stimmen.

    Weil Bidens Vorsprung nach wie vor sehr knapp sei, könne der US-Präsident nach der Beurkundung des Wahlergebnisses eine erneute Neuauszählung beantragen, hieß es in Raffenspergers Erklärung weiter. Trump erkennt seine Niederlage gegen den Oppositionskandidaten Biden bislang nicht an und prangert ohne Vorlage irgendwelcher Beweise vermeintlichen massiven Wahlbetrug an.

    Biden wirft Trump Verantwortungslosigkeit vor

    Biden kritisierte Trumps Weigerung, den Ausgang der Wahl anzuerkennen, erneut scharf. Die sei eine "unglaubliche Verantwortungslosigkeit" des Republikaners, sagte Biden bei einer Pressekonferenz in seiner Heimatstadt Wilmington. Sein Verhalten sei "empörend". Trump sende damit "schädliche Botschaften an die Welt, wie Demokratie funktioniert" so Biden. Es sei schwer zu verstehen, "wie dieser Mann denkt."

    Er schloss nicht aus, Trumps Regierung mit juristischen Mitteln zu einer Zusammenarbeit mit seinem Übergangsteam zu zwingen. Geplant sei dies derzeit aber noch nicht, da es zu zeitaufwändig sei.

    Auch Macht im Senat wird in Georgia entschieden

    Für die Demokraten ist ein Sieg in Georgia außerordentlich. 2016 hatte Trump dort mit fünf Prozentpunkten Vorsprung vor Hillary Clinton gewonnen. 2020 konzentrierten die Demokraten sich im Wahlkampf stark auf Georgia, wo seit Bill Clinton 1992 kein demokratischer Präsidentschaftskandidat gewonnen hat.

    Auch die beiden Senatssitze standen zur Wahl, im Januar wird in einer Stichwahl darüber entschieden. Der Ausgang entscheidet über die Mehrheit im Senat in Washington. Beinahe fünf Millionen Stimmen waren erneut ausgezählt worden. Dies war auf Grundlage eines neuen Gesetzes des US-Staats nötig, und nicht das Resultat von Problemen oder eines offiziellen Antrags auf Neuauszählung.

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