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Netzreaktionen: Kritik an Scheuers Verkehrsreform | BR24

© dpa-Bildfunk

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will die Straßenverkehrsordnung (StVo) reformieren.

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    Netzreaktionen: Kritik an Scheuers Verkehrsreform

    Bundesverkehrsminister Scheuer will härtere Strafen für Autofahrer. Experten bewerteten die Pläne auf BR24-Kanälen im Ansatz positiv, aber als nicht weitreichend genug. Was sagen die BR24-Nutzer zu den Plänen Scheuers?

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    Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will die Straßenverkehrsordnung (StVo) reformieren. In unserem Artikel "#Faktenfuchs: Was bringt Scheuers Verkehrsreform?" hatten vier Verkehrsexperten ihre Meinung zu den Vorschlägen dargelegt. Abgesehen von der ein oder anderen logischen Schwäche der Reform (Beispiel: Parken in zweiter Reihe soll 100 Euro kosten, das Parken in der Feuerwehrzufahrt kostet aber nur 35 Euro), war der Tenor freundlich. Die Reformen seien ein richtiger Schritt, die Umsetzung an manchen Stellen aber fragwürdig. Einigen gingen die Vorschläge generell nicht weit genug. Auch im Netz gab es zahlreiche Reaktionen auf diesen Artikel - hier ausgewählte Meinungen.

    Nutzer für höheres Bußgeld bei Nicht-Beachtung von Rettungsgassen

    Das höhere Bußgeld bei Verstößen gegen die Bildung von Rettungsgassen wurde weitestgehend positiv aufgenommen. Ein Nutzer forderte aber einkommensabhängige Bußgelder, "denn wer 100.000 Euro im Jahr verdient, den jucken 100 Euro doch nicht, das muss für jeden richtig weh tun." Eine Diskussion, die in Deutschland immer wieder aufkommt. Zuletzt hatte sich Anfang des Jahres Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius in der "Süddeutschen Zeitung" für einen solchen Strafenkatalog ausgesprochen. Gegner eines progressiven Geldstrafenkatalogs argumentieren allerdings mit Artikel 3 des Grundgesetzes: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."

    Überholverbot von Fahrrädern sorgt für Kritik bei BR24-Nutzern

    Die größten Probleme sehen die Nutzer bei den Mindestabständen innerorts (1,5 Meter) und außerorts (zwei Meter), den Autofahrer beim Überholen von Fahrradfahrern einhalten sollen. Auch Überholverbote bei zu engen Straßen sollen den Reformplänen nach möglich sein. Davon halten die Autofahrer unter den Nutzern nichts.

    "Ich sehe es bildlich vor mir: eine kilometerlange Schlange an PKW, LKWs und Bussen da die Straße im Ort ein Überholen des Fahrradfahrers nicht zulässt. Alle brav im ersten Gang mit etwas überhöhter Drehzahl - Umweltschutz, ich hör Dich trapsen!" Andreas Kleesiek auf Facebook

    Autos mit mindestens drei Insassen auf Busspuren - Idee kommt gut an

    Nach den Reformplänen sollen künftig auch Fahrzeuge mit mindestens drei Insassen die Busspuren benutzen dürfen. Ein Nutzer auf BR24.de begrüßte diese Idee und wies darauf hin, dass es in den USA schon lange sogenannte "Car Pool Lanes" gebe. Ein anderer Nutzer meinte süffisant, der Absatz von Schaufensterpuppen dürfte nach der Öffnung der Busspuren für Fahrgemeinschaften rasant steigen.