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Nato beobachtet verstärkte U-Boot-Einsätze Russlands | BR24

© picture-alliance/dpa Zemlianichenko/Pool

Russisches Atom-U-Boot "Juri Dolgoruki"

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    Nato beobachtet verstärkte U-Boot-Einsätze Russlands

    Die Nato berichtet von ungewöhnlich vielen Einsätzen russischer U-Boote. Diese seien neuerdings sehr viel leiser, Russlands Raketen zugleich sehr viel schneller als bisher.

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    Die Nato hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr die meisten Aktivitäten russischer U-Boote seit Ende des Kalten Kriegs beobachtet. Russland verstärke kontinuierlich seine Operationen unter Wasser, sagte Nato-Sprecherin Oana Lungescu am Montag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Allein bei einer Operation rund um Norwegen im Oktober habe das westliche Bündnis bis zu zehn russische U-Boote gleichzeitig beobachtet. Dem Bericht zufolge registrierte das Militärbündnis in diesem Jahr die größten Aktivitäten russischer U-Boote seit dem Ende des Kalten Krieges.

    Die Nato plant mehr Patrouillen im Nordatlantik

    Die Nato werde darauf reagieren, zitiert das Redaktionsnetzwerk Deutschland die Sprecherin weiter. Das westliche Bündnis plane unter anderem mehr Patrouillen im Nordatlantik. Zudem werde man in moderne U-Boot-Bekämpfung aus der Luft investieren. Der Nordatlantik sei wegen militärischer Nachschubrouten, ziviler Handelswege und Kommunikationskanälen "von vitaler Bedeutung für die Sicherheit Europas", sagte Lungescu.

    Laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland blicken westliche Militärs mit wachsender Sorge auf die jüngsten technologischen Fortschritte der Russen. Russlands U-Boote seien neuerdings sehr viel leiser, Russlands Raketen zugleich sehr viel schneller als bisher. In diesen Tagen teste Russland gerade ein schwer aufzuspürendes Upgrade der U-Boote der Borei-Klasse. Die Schiffe sollen im Laufe des Jahres 2020 Überschall-Raketen des Typs Zirkon bekommen - von denen noch nicht genau feststehe, ob gegenwärtige westliche Abfangsysteme sie überhaupt aufhalten könnten.

    Krieg auf dem Meeresgrund gilt als großes kommendes Thema

    Zu den bei der Nato kursierenden Szenarien gehört dem Bericht zufolge auch, dass russische U-Boote die Unterseekabel zwischen den USA und Europa kappen könnten. Durch diese Kabel fließt der größte Teil der Internetkommunikation. Attacken dieser Art könnten Teil einer hybriden Kriegsführung sein, also einer Mischung offener und verdeckter Kriegshandlungen. Krieg auf dem Meeresgrund gilt demnach als großes kommendes Thema der westlichen Allianz.