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Jens Stoltenberg

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NATO begrüßt Trumps Bekenntnis zu Afghanistan-Einsatz

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg ist erfreut über das Bekenntnis von US-Präsident Donald Trump zum Kampf gegen die radikalislamischen Taliban in Afghanistan. Das Bündnis stehe weiter uneingeschränkt zu dem Land, kommentierte Stoltenberg.

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Es bleibe das Ziel der NATO, dass Afghanistan nie wieder ein sicherer Rückzugsort für Terroristen werde, die Alliierte oder deren Partner angreifen wollten, so der Generalsekretär.

Stoltenberg erinnerte zugleich daran, dass der Afghanistaneinsatz gestartet worden sei, um die USA nach den Anschlägen im September 2001 im Kampf gegen den Terrorismus zu unterstützen. Zudem wies er darauf hin, dass sich in den vergangenen Wochen bereits mehr als 15 Länder dazu bereit erklärt hätten, die Zahl ihrer Truppen für den Afghanistan-Einsatz der NATO noch einmal aufzustocken.

12.400 Soldaten im Land

Nach Angaben des Bündnisses sind derzeit etwa 12.400 Soldaten im Einsatz, um afghanische Sicherheitskräfte auszubilden und zu beraten. Angesichts der angespannten Sicherheitslage sollen es im kommenden Jahr eigentlich rund 15.800 werden.

US-Verstärkung noch unklar

Bis zuletzt war allerdings unklar, ob und in welchen Umfang sich die USA an der geplanten Aufstockung beteiligen. Auch Trump nannte in seiner Rede keine Zahlen. Stoltenberg erklärte, er werde nun mit US-Verteidigungsminister James Mattis und den anderen internationalen Partnern klären, wie es weitergehe. Mattis deutete eine US-Truppenverstärkung indirekt an, indem er in einer Erklärung sagte, mehrere Verbündete hätten sich "ebenfalls" zur Erhöhung ihrer Truppenstärke bekannt.