Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Nationaler Sicherheitsrat: Ischinger begrüßt AKK-Vorstoß | BR24

© BR

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer plädiert für die Schaffung eines Nationalen Sicherrheitsrates. Eine Forderung, die Wolfgang Ischinger, der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, ausdrücklich begrüßt.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Nationaler Sicherheitsrat: Ischinger begrüßt AKK-Vorstoß

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer plädiert für die Schaffung eines Nationalen Sicherrheitsrates. Eine Forderung, die Wolfgang Ischinger, der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, ausdrücklich begrüßt.

Per Mail sharen
Teilen

Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hat ihre Ideen für die Sicherheitspolitik vorgestellt. Sie fordert einen Nationalen Sicherheitsrat und ein stärkeres militärisches Engagement Deutschlands in der Welt.

"Der Vorschlag weist absolut in die richtige Richtung", sagte Wolfgang Ischinger im radioWelt-Interview auf Bayern 2.

"Wir müssen heute in der Lage sein, in einer gefährlicher gewordenen Welt unsere Interessen selbst zu definieren." Wolfgang Ischinger

Es sei wichtig, dass innerhalb der Bundesregierung eine einheitliche Linie gefunden wird, um mit "einer Stimme nach außen" zu sprechen.

Ischinger: Bundessicherheitsrat gibt es schon

Ischinger verweist darauf, dass es eigentlich schon seit 40 Jahren einen Bundessicherheitsrat gibt, der vom damaligen Kanzler Helmut Schmidt begründet wurde. Der werde aber nur zu Rüstungsexportthemen genutzt, betont Ischinger.

"Im Grunde geht es nur darum, das bestehende Gremium auszubauen, ihm einen Unterbau zu geben, (...) und es umfassender zu nutzen, damit wir nach Außen mit einer Stimme sprechen." Wolfgang Ischinger

Zuletzt hatten sich immer wieder Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Außenminister Heiko Maas öffentlich widersprochen.

Macrons Kritik an der Nato "geht zu weit"

Die Aussage von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die Nato sei "hirntot", teilt der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz nicht. "Dieser Satz von der "hirntoten Nato" ist gar nicht hilfreich, er geht zu weit." Kritik an US-Präsident Donald Trump und dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan sei angebracht, aber der Satz habe eine negative Wirkung auf osteuropäische Länder wie Polen, so Ischinger.

"Denen ziehen wir doch den Teppich unter den Füßen weg, wenn wir ihnen mitteilen, dass die Nato nichts mehr wert ist." Wolfgang Ischinger