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Nahost-Konflikt: Sechs Raketen schlagen in Bagdad ein | BR24

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Die Angst vor einer Eskalation im Nahen Osten ist groß. Nach der Tötung des iranischen Generals Suleimani auf irakischem Boden. Das Parlament in Bagdad hat den Abzug der US Truppen gefordert. Im Iran versammelten sich Hunderttausende zu Trauerzügen.

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Nahost-Konflikt: Sechs Raketen schlagen in Bagdad ein

Sechs Raketen vom Typ Katjuscha sind laut Angaben des irakischen Militärs in Bagdad eingeschlagen. Der Iran will aus dem Atomabkommen von 2015 aussteigen. Unterdessen setzt die Bundeswehr den Kontingentwechsel im Irak aus.

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In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind laut Angaben des irakischen Militärs sechs Raketen vom Typ Katjuscha eingeschlagen. Drei davon hätten die schwer gesicherte Grüne Zone getroffen, teilte das Militär mit. In dem Gebiet befindet sich auch die US-Botschaft. Die drei anderen Raketen seien im Stadtviertel Dschadria gelandet. Sechs Menschen seien verletzt worden.

Trump droht mit unverhältnismäßigem Gegenschlag

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran im Falle eines Angriffs mit einem schnellen Gegenschlag gedroht. Die USA würden zügig kontern, "möglicherweise in einer unverhältnismäßigen Weise", sollte die Islamische Republik amerikanische Bürger oder Ziele attackieren, schrieb Trump auf dem US-Kurznachrichtendienst Twitter.

Iran will sich nicht mehr an Atomdeal halten

Der Iran sieht sich dem Wiener Atomabkommen von 2015 künftig nicht mehr verpflichtet. Das wurde im iranischen Staatsfernsehen bekannt gegeben. Damit werde der Iran nun sein Atomprogramm unbegrenzt weiterführen und auch Uran unlimitiert anreichern.

Bundeswehr setzt Kontingentwechsel im Irak aus

Unterdessen setzt die Bundeswehr wegen der angespannten Lage im Irak ihren geplanten Kontingentwechsel in dem Land aus. Wegen der jüngsten Entwicklungen im Irak habe Generalinspekteur Eberhard Zorn entschieden, den regulären Kontingentwechsel der deutschen Soldaten dort auszusetzen, teilte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr am Sonntagabend mit.

Das Einsatzführungskommando hatte zuvor am Sonntag erklärt, dass "in diesen Tagen" die ersten 30 Soldaten aus Mecklenburg-Vorpommern nach Erbil im Nordirak fliegen und dann auf ihre Einsatzorte im Irak verteilt werden sollten. Wenig später sollten dann die nächsten 30 Soldaten ebenfalls aus dem norddeutschen Raum folgen.