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Nach Verpuffung: Grubenarbeit wird teilweise wieder aufgenommen | BR24

© dpa/Peter Endig

Eine alte Lore steht auf dem Gelände der Grube Teutschenthal.

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    Nach Verpuffung: Grubenarbeit wird teilweise wieder aufgenommen

    Die Arbeit in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt kann nach der Verpuffung am Freitagmorgen schon zu Wochenbeginn wieder aufgenommen werden. Das erklärte das zuständige Wirtschaftsministerium. Was die Explosion ausgelöst hat, wird untersucht.

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    Nachdem es am Freitagmorgen in einem Bergwerk in Sachsen-Anhalt zu einer Verpuffung gekommen war, kann ab Montag teilweise wieder in der Grube gearbeitet werden. Es sei eine Teilfreigabe erteilt worden, sagte ein Sprecher des für Bergbau zuständigen Wirtschaftsministeriums am Sonntag.

    Verletzter konnte Krankenhaus bereits verlassen

    Feste Stoffe könnten wieder in das stillgelegte Bergwerk eingebracht werden, um dort Hohlräume zur Stabilisierung zu füllen. Betonähnliche Dickstoffe dürfen aber vorerst nicht verwendet werden, bis die Ursache nicht zweifelsfrei geklärt ist. Was die Verpuffung ausgelöst hat, wird derzeit noch untersucht.

    30 Bergleute hatten über Stunden in 700 Metern Tiefe ausharren müssen, konnten schließlich jedoch gerettet werden. Ein 44-Jähriger wurde jedoch schwer und ein 24 Jahre alter Mann leicht verletzt. Einer der beiden Männer konnte das Krankenhaus bereits am Samstag verlassen, der zweite sei weiter in ärztlicher Behandlung, teilte eine Unternehmenssprecherin mit.

    Wasserstoff als Auslöser der Verpuffung?

    Außerdem zeige die gezielte Belüftung der Unfallstelle Wirkung, hieß es weiter. Der Grubenbetreiber GTS suche zusammen mit dem Landesamt für Geologie und Bergwesen sowie der Kriminaltechnik an der nach der Ursache. "Hierzu erfolgte bereits am Samstagabend eine erste gemeinsame Befahrung der Unfallstelle", erklärte die Unternehmenssprecherin.

    Bislang wurde vermutet, dass sich Wasserstoff angesammelt und entzündet hat. Er könnte aus behandelten Abfällen stammen, die in die Hohlräume des seit den 1980er Jahren stillgelegten ehemaligen Kali- und Steinsalzbergwerk gefüllt werden. Die Untersuchungen sollen klären, ob dies tatsächlich die Ursache war.