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Nach Unglück in Venedig: Kreuzfahrtriesen in der Kritik | BR24

© dpa-Bildfunk

Das Kreuzfahrtschiff "Msc Opera" ist am 2. Juni im Kanal von Giudecca in Venedig mit einem Touristenboot zusammengestoßen.

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Nach Unglück in Venedig: Kreuzfahrtriesen in der Kritik

Sollen riesige Kreuzfahrtschiffe aus dem Kanal von Venedig verbannt werden? Gestern wurden bei einem Schiffsunfall mehrere Menschen verletzt. Das Unglück hat die Debatte in Italien erneut befeuert.

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65.000 Tonnen schwer, 275 Meter lang, 32 Meter breit, über 3.000 Menschen an Bord: Die stattliche MSC Opera hat gestern morgen in Venedig erst eine Anlagestelle und dann ein Touristenboot gerammt. Vier Menschen wurden dabei verletzt. Die Ursache ist nach bisherigem Stand ein Motorschaden am Kreuzfahrtschiff.

Jahrelange Debatte um Kreuzfahrtschiffe - ohne Entscheidung

Doch die Frage, wie es zu dem Schiffsunglück kommen konnte, wirft auch eine andere Frage auf: Sollen die Kreuzfahrtriesen überhaupt in den Kanal von Venedig fahren dürfen? Seit Jahren wird darüber gestritten. Doch entschieden wurde bislang nichts.

"Kritiker wollen die riesigen Schiffe komplett aus der Stadt verbannen." Lisa Weiß, BR-Korrespondentin in Rom.

Für den Bürgermeister von Venedig Luigi Brugnaro ist das Unglück der x-te Beweis dafür, dass die Passage von Kreuzfahrtschiffen durch den Kanal von Giudecca, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Markusplatz, verboten gehört. Auch Italiens Verkehrsminister Danilo Toninelli ist der Ansicht, dass die Stadt besser geschützt werden muss.

Wie wird die Politik reagieren?

Die Tageszeitung "Corriere della Sera" spricht von Jahren fehlender Entscheidungen. Die Diskussion um die Verbannung von Kreuzfahrtschiffen aus Venedig ist neu entfacht. Bleibt die Frage, wie die Politik auf das Schiffsunglück von Sonntag reagiert.

© BR

Mindestens fünf Menschen wurden verletzt, als ein Kreuzfahrtschiff eine Anlegestelle und ein Ausflugsboot rammte. Laut Reederei war auf der "MSC Opera" ein technisches Problem aufgetreten.