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Nach Unfall in Russland: Wohl erhöhte Radioaktivität gemessen | BR24

© dpa/pa

Ein Transportbehälter für radioaktives Material.

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Nach Unfall in Russland: Wohl erhöhte Radioaktivität gemessen

Im Norden Russlands ist bei einem missglückten Test auf einem Militärgelände offenbar Radioaktivität freigesetzt worden. Bei dem Unfall starben nach einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RIA mehrere Menschen.

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Bei einem Unfall auf einem russischen Militärgelände sind sieben Menschen ums Leben gekommen. Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte nach der Explosion am Donnerstag zunächst von zwei toten Militärangehörigen gesprochen. Die russische Atombehörde Rosatom teilte heute mit, auch fünf ihrer Mitarbeiter hätten bei dem Unglück ihr Leben verloren. Wie die Atombehörde bestätigte, kam es bei einem Probelauf eines Raketenmotors für flüssigen Treibstoff zu dem Unfall.

Erhöhte Radioaktivität ausgetreten

Das Unglück fand bereits am Donnerstag in der Nähe der Stadt Sewerodwinsk statt. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums kurz nach dem Unfall, sei keine Radioaktivität ausgetreten. Zur gleichen Zeit wurde von einer Sprecherin der Stadt eine Stellungnahme veröffentlicht worden, die von einer erhöhten Radioaktivität spricht. Die Meldung wurde am Freitag von der Internetseite der Stadtverwaltung genommen worden.

Amerikanische Experten vermuten, dass es beim Test eines neuartigen Marschflugkörpers mit Atomantrieb zu einer Explosion gekommen ist. Nach Medienberichten haben sich Anwohner in der Umgebung des Raketentestgeländes mit Jod eingedeckt. In mehreren Apotheken der beiden Hafenstädte Archangelsk und Sewerodwinsk sei Jod, das bei radioaktiver Verstrahlung helfen kann, bereits ausverkauft.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte im März 2018 eine neue Generation von Marschflugkörpern angekündigt. Sie seien bereits 2017 getestet worden, hätten eine unbegrenzte Reichweite und seien unangreifbar für alle existierenden Raketenabwehrsysteme. Ein Mitglied der US-Regierung erklärte, er werde weder bestätigen noch dementieren, dass es einen Unfall mit einem atomar angetriebenen Marschflugkörper in Russland gegeben habe. "Wir beobachten weiterhin die Vorgänge im entlegenen Norden Russlands, aber die Versicherungen Moskaus 'alles ist ganz normal' klingen für uns unglaubwürdig", sagte der Regierungsmitarbeiter, der nicht genannt werden wollte.