Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Nach Tsunami: Mindestens 830 Tote, darunter auch Ausländer | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© dpa-Bildfunk/Arimacs Wilander

Rettungskräfte bergen Überlebende des Erdbebens

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nach Tsunami: Mindestens 830 Tote, darunter auch Ausländer

Nach den Beben und dem Tsunami auf der indonesischen Insel Sulawesi ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 832 gestiegen. Vermisst werden auch Ausländer, darunter drei Franzosen. Über deutsche Opfer ist bislang nichts bekannt.

Per Mail sharen

In der schwer getroffenen Stadt Palu seien 821 Menschen ums Leben gekommen, erklärte heute der Sprecher des Katastrophenschutzes. Außerdem seien in dem Fischerort Donggala elf Menschen getötet worden.

Zahl der Toten könnte noch erheblich steigen

Jedoch seien die Orte Donggala, Sigi und Boutong weiterhin schwer erreichbar. Von dort gebe es keine umfassenden Informationen. „Es wird angenommen, dass die Totenzahl weiter steigt, weil viele Leichen noch unter Trümmern waren, während viele noch nicht erreicht werden konnten“, sagte er. Die Flutwelle auf der Insel Sulawesi soll nach Angaben des Behördensprechers bis zu sechs Meter hoch gewesen sein.

Drei Franzosen in Palu vermisst

In der Stadt Palu werden auch mehrere Ausländer vermisst. Nach Angaben der nationalen Katastrophenschutzbehörde vom Sonntag wird unter anderem nach drei Franzosen gesucht. Hinweise, dass auch Deutsche unter den Opfern sein könnten, gibt es bislang nicht.

Insgesamt sollen sich zum Zeitpunkt der Beben und des folgenden Tsunamis am Freitag etwa 60 Ausländer in der 350 000-Einwohner-Stadt aufgehalten haben. Mehr als 500 Menschen werden wegen schwerer Verletzungen in Krankenhäusern behandelt.

Im Unterschied zu anderen indonesischen Inseln wie Bali oder Lombok halten sich auf Sulawesi normalerweise verhältnismäßig wenig Touristen auf.

Kritik am Tsunami-Warnsystem der Regierung

Kritik wurde am indonesischen Tsunami-Warnsystem laut. Zwar hatte das nationale Zentrum für Meteorologie und Geophysik eine entsprechende Warnung herausgegeben, diese aber viel zu früh nach etwa 34 Minuten wieder aufgehoben. Das Kommunikationsministerium erklärte, man habe die Menschen durch SMS-Nachrichten warnen wollen, aber die Strom- und Telefonnetze seien aufgrund des Bebens und des Tsunami zusammengebrochen. Nach Angaben des Katastrophenschutzes gab es an der Küste keine Sirenen.

Erinnerungen an den großen Tsunami von 2004 werden wach

Der Inselstaat Indonesien liegt auf dem sogenannten pazifischen Feuerring, wo es besonders häufig zu Erdbeben, Tsunamis und Vulkanausbrüchen kommt. Am 26. Dezember 2004 hatte ein Seebeben der Stärke 9,1 vor der Nordwestküste Sumatras einen Tsunami ausgelöst, bei dem in den Anrainerstaaten des Indischen Ozeans mehr als 230.000 Menschen ums Leben kamen. Allein in Indonesien waren damals 170.000 Tote registriert worden, die meisten davon in der Provinz Aceh.

.