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Nach Thunberg-Tweets: Datenschutzbeauftragte rüffelt die Bahn | BR24

© pa/dpa/Photoshot

Klimaaktivistin Greta Thunberg auf Reisen.

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    Nach Thunberg-Tweets: Datenschutzbeauftragte rüffelt die Bahn

    Der Twitter-Dialog zwischen Klimaaktivistin Thunberg und der Deutschen Bahn hat ein Nachspiel: Die Datenschutzbeauftragte Smoltczyk will den Sachverhalt zum Anlass nehmen, um mit der Bahn über den Umgang mit "personenbezogenen Daten" zu sprechen.

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    Ein Tweet der Klimaaktivistin Greta Thunberg aus dem ICE und die Reaktion der Deutschen Bahn darauf hatten für Aufregung gesorgt - nun mischt sich auch die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk ein. Sie will über den Umgang mit "personenbezogenen Reisedaten" das Gespräch mit der Bahn suchen.

    Bahn stichelte bei Twitter gegen Greta

    Nachdem die 16-jährige Klimaaktivistin bei Twitter ein Foto gepostet hatte, das sie auf dem Boden sitzend zwischen Koffern zeigt, twitterte die Bahn, Greta sei im ICE 74 zwischen Kassel und Hamburg auch in der ersten Klasse gereist und auf ihrem Sitzplatz vom Zug-Team betreut worden.

    Thunberg erklärte daraufhin, ihr Zug von Basel aus sei ausgefallen, weshalb sie im Anschluss in zwei Zügen auf dem Boden gesessen habe. Dann habe sie einen Sitzplatz erhalten. Mitreisende Journalisten bestätigten den Reiseablauf in Deutschland.

    Kein Verfahren gegen Deutsche Bahn geplant

    Das Thema solle unabhängig vom Einzelfall besprochen werden, sagte ein Sprecher Smoltczyks, nachdem der "Tagesspiegel" berichtet hatte. Weder lägen Beschwerden vor, noch sei ein Verfahren gegen das Unternehmen geplant.

    "Wir sehen es aber generell kritisch, wenn die Bahn Daten von Reisenden veröffentlicht." Sprecher von Maja Smoltczyk, Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit

    Die Deutsche Bahn erhalte aus den Buchungssystemen keine Fahrgastdaten, erklärte eine Sprecherin zur Ankündigung der Berliner Datenschützerin. "Im vorliegenden Fall hat die DB auf Nachfrage von Journalisten mit dem Bordpersonal des Zuges gesprochen, mit dem Greta Thunberg fuhr." Rechtsgrundlage sei ein berechtigtes Unternehmensinteresse laut Datenschutz-Grundverordnung.

    Thunberg wieder daheim in Stockholm

    Mittlerweile ist Greta Thunberg inzwischen wieder zurück in ihrer Heimatstadt Stockholm. Wann genau sie die schwedische Hauptstadt erreichte, war unklar. Hinter ihr liegen viereinhalb Monate Reise, darunter per Segeljacht in die USA und am Ende zur Weltklimakonferenz in Spaniens Hauptstadt Madrid. Den Heimweg durch Europa hatte Greta maßgeblich mit dem Zug zurückgelegt.