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Nach Parlamentswahl: Netanyahu will große Koalition mit Gantz | BR24

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Nach der Parlamentswahl in Israel hat der amtierende Ministerpräsident Benjamin Netanyahu seinen Herausforderer Benny Gantz zur Bildung einer Einheitsregierung aufgerufen. Laut vorläufigem Wahlergebnis hat keine Partei eine ausreichende Mehrheit.

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Nach Parlamentswahl: Netanyahu will große Koalition mit Gantz

Nach der Parlamentswahl in Israel kommen weder der rechtskonservative Block noch das Mitte-Links-Bündnis auf die erforderliche Mehrheit der Sitze. Jetzt rief Premier Netanyahu seinen Rivalen zur Bildung einer Einheitsregierung auf.

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Nach der Parlamentswahl in Israel hat sich Ministerpräsident Benjamin Netanyahu für die Bildung einer breiten Einheitsregierung ausgesprochen. Die Ergebnisse zeigten, dass er die von ihm versprochene rechtsgerichtete Regierung nicht bilden könne, sagte Netanyahu in einer Videobotschaft. Er rief seinen Herausforderer Benny Gantz vom Mitte-Bündnis Blau-Weiß dazu auf, sich einer Koalition mit seinem Likud und rechten sowie religiösen Parteien anzuschließen. Er ließ jedoch offen, wer eine solche Koalition anführen sollte.

Kein klarer Sieger bei Parlamentswahl

Aus der Wahl ging Medienberichten zufolge kein klarer Sieger hervor. Stattdessen zeichnete sich nach Auszählung fast aller Stimmen eine hauchdünne Mehrheit für Blau-Weiß ab. Allerdings haben weder das rechts-religiöse noch das Mitte-Links-Lager eine Mehrheit von 61 der 120 Sitze im Parlament zur Regierungsbildung. So kommt Blau-Weiß wohl auf 33 Mandate, der Likud auf 31, wie die Nachrichtenseite ynet berichtete.

Das Mitte-Links-Lager mit Blau-Weiß, der Arbeitspartei, der Demokratischen Union und der Vereinigten Arabischen Liste hätte demnach zusammen 57 Mandate. Der rechts-religiöse Block mit Netanyahus konservativem Likud, dem Jamina-Parteienblock unter Führung von Ex-Justizministerin Ajelet Schaked und den strengreligiösen Parteien erhält 55 Mandate. Die Vereinigte Arabische Liste wird mit 13 Sitzen drittstärkste Kraft im Parlament.

Gantz lehnt Netanyahu als Regierungschef ab

"Es gibt keine andere Wahl, als eine breite Einheitsregierung zu bilden, die aus allen Parteien besteht, denen der Staat Israel wichtig ist", sagte Netanyahu jetzt. "Benny, wir müssen noch heute eine breite Einheitsregierung einrichten!"

Auch Gantz hatte sich für die Bildung einer großen Koalition ausgesprochen. Vor der Wahl hatte er jedoch betont, er werde keiner Regierung mit Netanyahu als Regierungschef zustimmen. Als Grund nannte er die Korruptionsvorwürfe gegen den langjährigen Ministerpräsidenten. Dieser muss sich in zwei Wochen einer Anhörung stellen, danach droht ihm eine Anklage in drei Fällen.

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In Israel ist der rechte Likud von Ministerpräsident Netanjahu nicht mehr stärkste Kraft. Ex-Militärchef Gantz reklamiert jetzt das Amt des Regierungschefs für sich. Netanjahu will eine Große Koalition, lässt deren Führung aber offen.