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Nach Pannenserie will Bundeswehr neue Regierungsmaschinen kaufen | BR24

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Nach mehreren Pannen mit Regierungsfliegern will die Bundeswehr neue Maschinen anschaffen. Bis Ende des Jahres soll der erste Airbus-Langstreckenjet bereitstehen - vermutlich ohne die übliche VIP-Ausstattung.

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Nach Pannenserie will Bundeswehr neue Regierungsmaschinen kaufen

Nach mehreren Pannen mit Regierungsfliegern will die Bundeswehr neue Maschinen anschaffen. Bis Ende des Jahres soll der erste Airbus-Langstreckenjet bereitstehen – vermutlich ohne die übliche VIP-Ausstattung.

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Die Bundesregierung will schnell handeln. Schon Ende 2019 will das Verteidigungsministerium einen neuen Airbus A350 direkt beim Hersteller kaufen. Kostenpunkt: Rund 150 Millionen Euro. Läuft alles glatt, könnte die neue Maschine die Regierungsflotte ab dem kommenden Jahr entlasten.

Pannen in Serie

Die hatte zuletzt vor allem mit einer Serie von Pannen von sich Reden gemacht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier saß diese Woche vorübergehend in Äthiopien fest, weil es "Druckluftprobleme" gegeben hatte.

Anfang des Jahres musste Entwicklungsminister Gerd Müller seine Afrika-Reise umplanen und reiste mit eintägiger Verspätung mit einem Linienflug nach Deutschland zurück. An seinem Flieger war unter anderem ein Ventil kaputt.

Und im November vergangenen Jahres verpasste Bundeskanzlerin Angela Merkel den Auftakt des G20-Gipfels in Buenos Aires. Da das Funksystem der Regierungsmaschine komplett ausgefallen war, musste ihre Maschine umkehren. Die Kanzlerin konnte erst mit mehrstündiger Verspätung per Linienmaschine nach Argentinien fliegen.

Neuer Airbus ohne VIP-Ausstattung

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, CDU, hatte im Dezember angekündigt, die bisherigen gut 20 Jahre alten Regierungsflieger "Theodor Heuss" und "Konrad Adenauer" auszutauschen. Mittelfristig soll die Bundeswehr also drei Maschinen besitzen, die für Langstreckenflüge eingesetzt werden können.

Damit die störanfälligen alten Maschinen möglichst rasch ausgetauscht werden, verzichtet die Bundesregierung zunächst auf die sonst übliche VIP-Ausstattung. Der Einbau von Besprechungsräumen und Schlafkabinen würde den Kauf um viele Monate verzögern.

Ehrgeizig: Noch 2019 soll der neue Regierungsflieger kommen

Doch auch ohne diesen Luxus ist die Beschaffung eines Airbus A350 noch in diesem Jahr ambitioniert. Eigentlich vergehen zwischen Bestellung und Auslieferung mehrere Jahre. Offenbar sind dem Flugzeughersteller aber andere A350-Kunden abgesprungen, weshalb das Unternehmen die Bundeswehr nun vergleichsweise schnell beliefern kann.