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Nach Özil-Kritik: Chinas Staatssender zeigt Arsenal-Spiel nicht

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Nach Özil-Kritik: Chinas Staatssender zeigt Arsenal-Spiel nicht

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat öffentlich den Umgang Chinas mit den Uiguren angeprangert. Als Konsequenz strich der Staatssender jetzt ein Spiel von Özils Club Arsenal aus dem Programm.

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Kritiker werfen China schon lange vor, die muslimische Minderheit der Uiguren zu unterdrücken und zu verfolgen. Experten zufolge befinden sich mehr als eine Million Uiguren und andere Muslime in chinesischen Umerziehungslagern.

Am Freitag schloss sich auch der türkischstämmige Fußballstar Mesut Özil der Kritik an. In einem auf Türkisch verfassten Beitrag lastete er den muslimischen Staaten an, zur Situation der Uiguren in China zu schweigen. Dort würden "Korane verbrannt, Moscheen geschlossen, islamische Schulen verboten". Und weiter: "Die Muslime schweigen. Ihre Stimme wird nicht gehört."

FC Arsenal distanziert sich

Özils Verein, der FC Arsenal, distanzierte sich am Samstag von den Äußerungen. Man habe sich immer an das Prinzip gehalten, sich nicht in die Politik einzumischen. Trotzdem zog der chinesische Staatssender CCTV Konsequenzen: Statt wie geplant das Premier League-Topspiel zwischen Arsenal und Manchester City zu zeigen, nahm der Sender am Sonntag die Wiederholung der Begegnung zwischen den Wolverhampton Wanderers und Tottenham Hotspur ins Programm.

Özil schon einmal Mittelpunkt politischer Diskussionen

Es ist nicht der erste politische Eklat um den deutschen Weltmeister von 2014. Im Mai 2018 ließ sich Özil mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan fotografieren - kurz vor der Präsidentschaftswahl in der Türkei. Die Diskussion um die Aktion endete letztlich in Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

Viele Vereine drängen auf chinesischen Markt

China ist für viele europäische Topvereine ein wichtiger Absatzmarkt. Zahlreiche Clubs haben mittlerweile eigene Büros in der Volksrepublik eröffnet. Vereine wie der FC Bayern München, der FC Barcelona oder Manchester United sind regelmäßig auf Marketing-Tour im Reich der Mitte.

© ARD/Markus Pfalzgraf

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat öffentlich den Umgang Chinas mit den Uiguren angeprangert. Als Konsequenz strich der Staatssender jetzt ein Spiel von Özils Club Arsenal London aus dem Programm.