BR24 Logo
BR24 Logo
Deutschland & Welt

Nach Missbrauch in Münster: Weitere Razzien und drei Festnahmen | BR24

© BR

Bei Durchsuchungen in vier Bundesländern verhafteten Polizisten nach Behördenangaben am Dienstag drei weitere Männer, die wegen der Missbrauchsfälle von Münster ins Visier geraten waren.

2
Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Nach Missbrauch in Münster: Weitere Razzien und drei Festnahmen

Nach dem Missbrauchsfall in Münster hat die Polizei drei weitere Tatverdächtige festgenommen. Sie wurden bei Razzien in Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen in Gewahrsam genommen. Damit sind nun zehn Personen in Haft.

2
Per Mail sharen

Im Missbrauchskomplex Münster sind am Dienstag 180 Beamte zu Durchsuchungen in vier Bundesländern ausgerückt. Nach den Einsätzen in Niedersachsen, Hessen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herberg Reul (CDU) drei weitere Personen dem Haftrichter vorgeführt worden. Reul äußerte sich zu den Einsätzen in einer Sondersitzung mehrerer Landtagsausschüsse zu dem Komplex.

Inzwischen 21 Tatverdächtige ermittelt

Insgesamt gebe es in dem Fall nun 21 Tatverdächtige, von denen aktuell zehn in Haft säßen. Die Ermittler hätten bei den Durchsuchungen auch Hinweise auf ein siebtes Opfer gefunden, sagte Reul im Düsseldorfer Landtag.

In Münster war Anfang Juni ein Netzwerk von Pädokriminellen aufgedeckt worden. So waren auf einem Campingplatz im nordrhein-westfälischen Lügde jahrelang zahlreiche Kinder missbraucht worden.

400 Terrabyte kinderpornografischen Materials

Bislang sind im Missbrauchskomplex Münster sechs misshandelte Kinder identifiziert worden. Ein 27-jähriger IT-Spezialist, der wegen des Besitzes von kinderpornografischem Material bereits vorbestraft war, gilt als Hauptverdächtiger. Der Mann soll den zehnjährigen Sohn seiner Lebensgefährtin missbraucht haben. Die Ermittler hatten bei dem Mann laut Reul Datenträger mit kinderpornografischem Material im Umfang von insgesamt rund 400 Terabyte gefunden.

"Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!