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Nach Messerangriff: Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt | BR24

© Sabine Wachs

Einen Tag nach dem tödlichen Messerangriff in der Nähe von Paris hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Es war bekannt geworden, dass der Angreifer "Allah Akbar" gerufen und einen muslimischen Passanten verschont hatte.

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Nach Messerangriff: Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt

Einen Tag nach dem tödlichen Messerangriff in der Nähe von Paris hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Der Angreifer soll "Allahu akbar" gerufen und einen muslimischen Passanten verschont haben.

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Im Fall der Messerattacke von Villejuif nahe Paris hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Der mutmaßliche Täter litt nach Angaben der Ermittler unter schweren psychischen Störungen. Die Erkenntnisse der vergangenen Stunden ließen zudem allerdings auf eine islamistische Radikalisierung schließen, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Ziel: Angst und Terror verbreiten

Es ist vor allem die Art und Weise des Vorgehens, die die Fahnder der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft letztlich dazu brachte, den Fall zu übernehmen. Der Messerangriff, erklärten die Ermittler in einem Communiqué, sei ausführlich geplant gewesen und dann mit extremer Präzision und Gewalt ausgeführt worden. Der mutmaßliche Täter habe es darauf abgesehen gehabt, Angst und Terror zu verbreiten.

Mögliche Radikalisierung des Täters war bekannt

Bereits zuvor hatte die Staatsanwaltschaft des Departements von einer möglichen Radikalisierung des Angreifers berichtet. Es handelt sich um einen 22-jährigen Mann aus Paris. 2017 war er zum Islam konvertiert. Während des Angriffs soll er "Allahu akbar" (Arabisch für "Gott ist groß") gerufen haben. In seinen Sachen fanden die Ermittler unter anderem salafistische Texte.

Ein Toter, zwei Verletzte

In Villejuif, rund zehn Kilometer südlich von Paris, hatte der 22-Jährige am Freitag mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen. Polizisten erschossen ihn auf der Flucht. Bei der Messerattacke starb ein 56-jähriger Mann, als er seine Frau vor dem Angriff schützen wollte. Zwei weitere Menschen wurden verletzt in ein Krankenhaus gebracht, sie konnten es inzwischen wieder verlassen.