Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

Nach Lübcke-Mord: Seehofer und Maas warnen vor Rechtsterrorismus | BR24

© BR

Die mutmaßlich rechtsradikal motivierte Tötung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat die Politik alarmiert: Innenminister Horst Seehofer und Außenminister Heiko Maas fordern Konsequenzen und rufen zum Kampf gegen Rechtsextremismus auf.

4
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten
  • Artikel mit Video-Inhalten

Nach Lübcke-Mord: Seehofer und Maas warnen vor Rechtsterrorismus

Die mutmaßlich rechtsradikal motivierte Tötung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat die Politik alarmiert: Innenminister Horst Seehofer und Außenminister Heiko Maas fordern Konsequenzen und rufen zum Kampf gegen Rechtsextremismus auf.

4
Per Mail sharen
Teilen

Sollten sich die Annahmen im Fall Lübcke bestätigen, sei die Entwicklung brandgefährlich, warnte Innenminister Seehofer von der CSU in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Rechtsextremismus sei zu einer echten Gefahr geworden. Der Minister stellt den Rechtsextremismus dabei auf eine Stufe mit islamistischem Terror und der Gefahr durch Reichsbürger.

"Dieser Mord motiviert mich, alle Register zu ziehen, um die Sicherheit zu erhöhen." Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU

Seehofer erklärte weiter, es sei Pflicht, das Menschenmögliche zu tun, um jene zu schützen, die bedroht werden.

"Beleidigung, Verleumdung und Volksverhetzung gehören offline wie online verfolgt." Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU

Maas ruft zu aktivem Engagement gegen Hetze auf

Ähnlich äußerte sich Außenminister Heiko Maas. Der SPD-Politiker schreibt in einem Gast-Beitrag für die Bild-Zeitung, der Lübcke-Mord erinnere ihn an die Mordserie des NSU. 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs würden Politiker wegen ihrer Überzeugungen wieder Opfer von Rechtsterroristen. Das zeige, wovor viele auch jetzt noch die Augen verschlössen: Deutschland habe ein Terrorproblem.

Maas forderte, Rechtsterrorismus als solchen zu benennen und nicht von Einzelfällen oder Amokläufen zu sprechen. Der Außenminister rief dazu auf, auch im persönlichen Umfeld deutlich Stellung zu beziehen.

"Halten wir gegen, wenn Diskussionen in der Familie, im Freundeskreis, im Betrieb oder im Sportverein in dumpfe Vorurteile abgleiten! Das erfordert Mut und Haltung. Das ist anstrengend, aber es geht um unser Miteinander, um die Zukunft unserer Gesellschaft." Bundesaußenminister Heiko Maas, SPD

Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke war in der Nacht auf den 2. Juni auf der Terrasse seines Hauses erschossen worden. Als dringend tatverdächtig gilt ein 45-jähriger Rechtsextremer, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt.

© BR

Der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke hat eine breite Debatte ausgelöst. Inzwischen ist klar, dass auch viele andere Politiker rechter Hetze und Hass ausgesetzt sind. Bundesinnenminister Seehofer fordert eine Null-Toleranz-Politik.