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Nach Krebsdiagnose: Viel Zuspruch für Manuela Schwesig | BR24

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Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, hat Brustkrebs. Wegen der anstehenden Behandlungen legt die 45-Jährige ihr Amt als kommissarische SPD-Vorsitzende nieder. Als Regierungschefin will sie aber weitermachen.

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Nach Krebsdiagnose: Viel Zuspruch für Manuela Schwesig

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig hat heute die Öffentlichkeit darüber informiert, dass sie an Brustkrebs erkrankt ist. Aus der SPD-Spitze zieht sie sich deshalb zurück. Von allen Seiten kommen Genesungswünsche.

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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig legt wegen einer Brustkrebserkrankung ihr Amt als kommissarische SPD-Vorsitzende nieder. Das gab sie am Vormittag bei einer Kabinettssitzung in Schwerin bekannt. In einem persönlichen Statement erklärte Schwesig, die Krebsdiagnose habe sie und ihre Familie schwer getroffen. Der Krebs sei jedoch heilbar.

"Ich habe schon einige Kämpfe in meinem Leben geführt und ich werde auch diesen Kampf führen." Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

Ihre medizinische Behandlung sei überwiegend ambulant möglich.

Gute Wünsche aus allen politischen Richtungen

Die 45-Jährige erhielt am Dienstag zahlreiche Genesungswünsche, darunter von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Ich habe mit ihr telefoniert und ihr von Herzen gewünscht, dass sie wieder ganz gesund wird, dazu Kraft und Zuversicht in dieser schwierigen Zeit", sagte Merkel nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert.

Der SPD-Bundesvorstand twitterte: "Wir sagen es ganz schlicht: Wir wünschen dir eine schnelle und vollständige Genesung, dir und deiner Familie viel Kraft für die anstehende Zeit."

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"Manuela Schwesig wird es packen mit ihrer Erkrankung", sagte die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer

"Du wirst diesen Kampf gewinnen"

Die frühere Bundesjustizministerin und heutige Vize-Präsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), twitterte: "Du bist eine der stärksten Frauen, die ich kenne. Du wirst diesen Kampf gewinnen."

"Die Mannschaft steht hinter ihr"

Auch der Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern Lorenz Caffier wünschte Schwesig alles Gute: "Die Nachricht, dass Manuela Schwesig schwer erkrankt ist, hat mich sehr betroffen gemacht. Als ihr Stellvertreter werde ich sie mit meinen Kolleginnen und Kollegen selbstverständlich tatkräftig unterstützen. Sie hat eine gute Mannschaft hinter sich, auf die sie sich verlassen kann. Ich wünsche Manuela Schwesig und ihrer Familie viel Kraft und gute Besserung und vor allem eine vollständige Genesung."

FDP-Chef Christian Lindner twitterte: "Wünsche Manuela Schwesig von Herzen alles Gute und eine baldige Genesung. Gesundheit ist das Wichtigste." Auch die AfD-Fraktion sendete über Twitter die besten Wünsche.

Schwesig zeigt sich berührt

Schwesig bedankte sich auf Twitter mit einer Gedichtzeile von Dietrich Bonhoeffer für die Anteilnahme. "Von guten Mächten wunderbar geborgen ... Darauf vertraue ich. Vielen Dank für die guten Wünsche! Das berührt mich sehr und gibt mir viel Kraft."

Behandlung und Beruf vereinbar

Nach der Bekanntgabe ihrer Erkrankung machte Schwesig zudem auf die vielen Frauen in Deutschland aufmerksam, die jedes Jahr die schockierende Diagnose Brustkrebs bekommen. Viele von ihnen zeigten, dass ein couragierter Umgang mit der Krankheit, Therapie und Berufstätigkeit vereinbar seien, sagte Schwesig.

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Manuela Schwesig, SPD, ist nicht die erste, die im Amt krank geworden ist. Manche Politiker erkranken sozusagen öffentlich - andere eher still. Wie das politische Berlin mit dem Thema Krankheit umgeht, ist unterschiedlich.