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Nach Korb für Kaeser: Siemens-Chef will keinen Neubauer-Ersatz | BR24

© Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Das deutsche Gesicht der "Fridays-for-Future"-Bewegung, Luisa Neubauer.

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    Nach Korb für Kaeser: Siemens-Chef will keinen Neubauer-Ersatz

    Siemens-Chef Kaeser hat der Klimaaktivistin Neubauer eine Rolle im künftigen Unternehmen Siemens Energy angeboten. Die will den Posten zwar nicht, hat aber eine andere Idee, die wiederum Kaeser nicht gefällt.

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    Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hatte der "Fridays-for-Future"-Aktivisten Luisa Neubauer einen Sitz im Aufsichtsrat des Konzerns angeboten. Den Posten anderweitig besetzen will Kaeser nach Neubauers Absage jedoch nicht. Der Vorschlag Neubauers, diesen Sitz an einen Experten abzutreten, sei "gut gemeint", teilte Kaeser mit. "Aber Experten und Wissenschaftler haben wir schon genug."

    Kaeser: Experten gibt es schon genügend

    "Die Lösung unserer Umweltprobleme brauche Führungspersönlichkeiten, die zusammen zielkonfliktäre Systeme verstünden und auflösten", erklärte Kaeser. So habe es beim Klimagipfel in Madrid genügend Experten gegeben, "aber viel zu wenig von diesem Leadership. Das Ergebnis spricht für sich selbst".

    Neubauer hatte zuvor den von Kaeser angebotenen Sitz im Aufsichtsrat des künftigen Unternehmens Siemens Energy abgelehnt und den Vorschlag gemacht, "das Angebot an einen Vertreter oder Vertreterin der Scientists for Future weiterzugeben".

    Klimaaktivistin Neubauer will unabhängig bleiben

    Neubauer begründete die Absage mit ihrer Unabhängigkeit: "Ich kenne das Aktienrecht. Ich wäre in dieser Position nicht mehr in der Lage, Siemens unabhängig zu kommentieren."

    Hintergrund des Dialogs zwischen Kaeser und Neubauer ist die Beteiligung des Münchner Industriekonzerns an einem Kohleminen-Großprojekt in Australien, über die Siemens am Montag entscheiden will. Siemens-Chef Joe Kaeser hatte zuletzt zugesagt, noch einmal über das Projekt nachzudenken. Siemens soll laut Vertrag Zug-Signaltechnik für das Kohlebergwerk im Bundesstaat Queensland liefern.

    Kritik an Siemens-Projekt auch von Greta Thunberg

    Auch die weltweit bekannte Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg hatte von Siemens zuletzt einen Rückzieher bei dem Projekt verlangt.