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Bildrechte: picture-alliance/dpa

Als Konsequenz der verheerenden Überflutungen hat sich der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) dafür ausgesprochen, bei der Frühwarnung nicht nur auf Warnapps zu setzen. Auch analoge Warnsirenen seien wieder gefragt, sagte DFV-Präsident Banse.

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Feuerwehrverband fordert flächendeckenden Aufbau von Warnsirenen

Als Konsequenz der verheerenden Überflutungen hat sich der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) dafür ausgesprochen, bei der Frühwarnung nicht nur auf Warnapps zu setzen. Auch analoge Warnsirenen seien wieder gefragt, sagte DFV-Präsident Banse.

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Von
  • Bernhard Amann
  • Uwe Pagels

DFV-Präsident Karl-Heinz Banse glaubt nicht, dass Warnapps ausreichend genug vor Katastrophen warnen können. "Ich habe das Gefühl, nicht alle Menschen nehmen das so ernst, was da kommt", sagte Banse im Interview mit der radioWelt am Morgen auf Bayern 2.

Banse: Warnapps reichen nicht aus

Er halte es auch für problematisch, dass über Apps wie Katwarn und Nina relativ häufig gewarnt werde. "Wenn die Leute fünfzehnmal gewarnt wurden, und fünfzehnmal ist nichts passiert, und beim sechzehnten Mal passiert es dann, dann muss man sich nicht wundern." Auch hätten insbesondere ältere Menschen ihre Handys nicht laufend in der Hand, betonte Banse.

Sirenenanlagen aufbauen, Menschen schulen

"Ich persönlich finde es viel sinnvoller, wenn die Sirenenanlagen wieder flächendeckend aufgebaut werden", forderte Banse. Dazu gehöre aber auch, dass die Menschen wieder wie früher geschult werden, was die Signale der Sirenenanlagen überhaupt bedeuten. "Ich sehe es als sehr sinnvoll an, dass man beide Systeme nutzt und die Bevölkerung schult, dann hätte man vielleicht einiges verhindern können", so der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußerte sich zuvor in der radioWelt offen für Veränderungen. "Ich denke, es ist sinnvoll, mal alle Meldewege übereinander zu legen."

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