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Nach Hitzewelle leichte Abkühlung - doch erst drohen Unwetter | BR24

© picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Rekordhitze kommt leichte Abkühlung - nun drohen Unwetter

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    Nach Hitzewelle leichte Abkühlung - doch erst drohen Unwetter

    Die Temperaturen sinken in den nächsten Tagen - allerdings kündigen sich zunächst vielerorts heftige Gewitter an. In vielen Regionen kämpfen die Menschen mit Wasserknappheit und Bränden.

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    Nach den historischen Hitzetagen können sich die Menschen in Deutschland auf leichte Abkühlung freuen. Gleichzeitig kündigen sich Unwetter an, und auch die negativen Folgen der Rekordtemperaturen werden vermehrt spürbar: Vielerorts droht Wasserknappheit.

    Hitzewelle: Am Wochenende drohen Unwetter

    Ab Samstag sei die große Hitzewelle vorbei, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag in Offenbach. Am Wochenende drohten Unwetter; der DWD hält Überflutungen und sogar Hagel für möglich.

    Die gute Nachricht: Hoch "Yvonne" wandert nach Skandinavien ab und macht Platz für Tiefdruckgebiet "Vincent". Das bringt statt Sahara-Hitze feuchte und etwas kühlere Atlantikluft. Spätestens am Sonntag fällt die Temperatur daher meist unter 30 Grad. Damit steigt allerdings auch das Gewitterrisiko. Am Samstag gibt es im Südwesten, am Sonntag fast überall ein erhöhtes Unwetterpotenzial.

    Unwetter: Örtlich bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter

    Örtlich könnten laut DWD in kurzer Zeit bis zu 40 Liter pro Quadratmeter fallen - da die Böden meist sehr trocken sind, werden sie diese Wassermenge aber wohl nicht aufnehmen können. Es kann daher zu Überflutungen kommen.

    Hitzerekord: DWD bestätigt 42,6 Grad in Lingen

    Der DWD bestätigte außerdem den neuen deutschen Hitzerekord von 42,6 Grad im niedersächsischen Lingen. Der am Donnerstag gemessene Wert sei korrekt, sagte ein Sprecher am Freitag nach einer Überprüfung der Messwerte.

    Der DWD hatte zu den Rekordergebnissen vom Donnerstag geschrieben: "Heiß, heißer, Deutschland - Ein Tag für die Wettergeschichte". Demnach wurden an 25 Messstationen 40 Grad oder mehr gemessen, an 15 Stationen wurde der Rekordwert aus Kitzingen übertroffen.

    Hitze am Arbeitsplatz: Arbeitsminister Heil fordert Schutz der Mitarbeiter

    Angesichts der Hitze forderte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) die Unternehmen in Deutschland auf, genug auf den Schutz ihrer Mitarbeiter zu achten. "In solchen Ausnahmesituationen wie aktuell müssen sich die Betriebe flexibel zeigen und sich gut um ihre Angestellten kümmern", sagte Heil am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Viele Arbeitnehmer müssten trotz Hitze schwer arbeiten, viele auch im Freien. Heil rief die Unternehmen zu praktischen Lösungen auf.

    Waldbrand bei Jüterborg weitet sich aus

    Unterdessen weitete sich der Waldbrand bei Jüterbog in Brandenburg am Freitag erneut aus. Inzwischen seien 100 Hektar Wald in Flammen, berichtete der stellvertretende Bürgermeister. Der Brand könne wegen der Munitionsbelastung auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz weiter nur mit zwei Hubschraubern aus der Luft bekämpft werden.

    Erneut Feuer auf ehemaligem Truppenübungsplatz bei Lübtheen

    Auch auf dem früheren Truppenübungsplatz bei Lübtheen in Mecklenburg-Vorpommern brach erneut ein Feuer aus. Der Brand im nordöstlichen Teil des Waldgebietes konnte aber schnell gelöscht werden. Anfang Juli hatten bei einem Großbrand am Rand des Übungsplatzes mehrere Orte vorsorglich evakuiert werden müssen.

    Wasserknappheit: Landkreis Harz ruft zum Wassersparen auf

    Der Landkreis Harz rief die Menschen zum Wassersparen auf, weil Bäche und sogar größere Flüsse vielerorts von der Austrocknung bedroht sind. Besonderen Grund zur Sorge gebe das Grundwasser, einige Bäume zeigten bereits deutliche Trockenschäden, teilte die Kreisverwaltung in Sachsen-Anhalt mit.

    Frankreich: Waldbrände durch Dürre

    In anderen Ländern Europas war die Hitzewelle ebenfalls zu spüren. In Paris fiel nach der Rekordhitze mit mehr als 42 Grad erster Regen - und löste spontanen Jubel aus. Wegen der Dürre wüteten in Frankreich am Freitag aber auch zahlreiche Flächenbrände.

    Hitzerekorde auch in Belgien

    In Belgien überstiegen die Temperaturen in dieser Woche erstmals überhaupt die 40-Grad-Marke. Am heißesten wurde es laut dem Königlichen Meteorologischen Institut mit 41,8 Grad am Donnerstag in der flämischen Gemeinde Begijnendijk. Das waren glatte drei Grad mehr als der alte Hitzerekord von 2015. In Brüssel konnten sich Senioren kostenlos in Museen abkühlen.