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Nach Flugzeugabschuss: Iran gibt Flugschreiber an die Ukraine | BR24

© picture alliance/Aref Fathi/dpa

Ukrainischer Flugzeugabsturz im Iran.

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    Nach Flugzeugabschuss: Iran gibt Flugschreiber an die Ukraine

    Zehn Tage nach dem Abschuss eines Passagierflugzeugs in der Nähe von Teheran hat der Iran angekündigt, die Flugschreiber an die Ukraine zu übergeben. Die Daten seien im Iran ohnehin nicht auszuwerten.

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    Der Chef für Unfalluntersuchungen in der zivilen Luftfahrtbehörde des Iran, Hassan Resaeifer, teilte mit, dass die Flugschreiber aus der Boeing 737 zur weiteren Analyse in die Ukraine geschickt werden. Die Auswertung der Daten- und Stimmenaufzeichnungen auf den stark beschädigten Geräten sei im Iran nicht möglich.

    Falls die Untersuchung auch in der Ukraine problematisch sei, sollten die Flugschreiber an Spezialisten in Frankreich übergeben werden.

    Abschuss tagelang geleugnet

    Die iranische Revolutionsgarde hatte das Flugzeug am 8. Januar kurz nach dem Start in Teheran abgeschossen, weil der diensthabende Offizier es irrtümlich für einen feindlichen Marschflugkörper gehalten hatte. Alle 176 Menschen an Bord kamen ums Leben. Der Fall sorgte weltweit für Entsetzen - auch, weil der Iran den Abschuss tagelang leugnete, obwohl bereits viele Indizien dafür sprachen. Mittlerweile hat sich die Führung in Teheran offiziell bei der ukrainischen Regierung entschuldigt und eine gründliche Aufklärung des Falls versprochen.