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Nach Explosion in Kopenhagen: Polizei nimmt jungen Schweden fest | BR24

© Olafur Steinar Rye Gestsson/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Das zerstörte Gebäude der dänischen Steuerbehörde: Glasreste zerbrochener Fensterscheiben hängen noch in den Fensterrahmen.

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    Nach Explosion in Kopenhagen: Polizei nimmt jungen Schweden fest

    Nach einer heftigen Explosion im Eingangsbereich der dänischen Steuerverwaltung in Kopenhagen ist ein 22-jähriger Mann in Schweden festgenommen worden. Die Polizei fahndet derzeit international nach einem zweiten Täter. Auch er soll ein Schwede sein.

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    Eine Woche nach einer Explosion vor der dänischen Steuerverwaltung in Kopenhagen hat die Polizei einen 22-jährigen Schweden festgenommen. Der Mann sei in dem Nachbarland festgesetzt worden, teilte die Hauptstadtpolizei am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit. Nach einem ein Jahr älteren Landsmann des Verhafteten werde zudem international gefahndet.

    Die beiden stünden im Verdacht, die Tat verübt zu haben, sagte Chefinspektor Jørgen Bergen Skov. In der Nacht habe es Razzien an mehreren Adressen in Schweden gegeben. Dabei sei unter anderem das Auto beschlagnahmt worden, das vermutlich bei der Tat verwendet worden sei.

    Erhebliche Schäden durch Explosion

    Die Explosion unmittelbar vor dem Eingangsbereich der Steuerverwaltung Skattestyrelsen hatte sich am späten Dienstagabend vor einer Woche ereignet. Am Gebäude entstanden erhebliche Schäden, schwerer verletzt wurde niemand.

    Die Polizei ging sofort von einem vorsätzlichen Angriff aus, der sich konkret gegen das Gebäude gerichtet habe. Das Verwaltungsgebäude liegt im Norden Kopenhagens am Bahnhof Nordhavn im Stadtteil Østerbro. Nur einen knappen Kilometer entfernt befindet sich die deutsche Botschaft.

    Weitere Explosion im Stadtteil Nørrebro

    Wenige Tage später hatte es am Wochenende auch vor einer Polizeiwache im Stadtteil Nørrebro eine ähnliche Explosion gegeben. Zu dieser bestehe aber wohl keine Verbindung, sagte Skov.

    Besserer Schutz der Grenze angekündigt

    Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen kündigte an, die dänisch-schwedische Grenze besser schützen zu wollen. Die Polizei solle mit besseren Möglichkeiten ausgestattet werden, sagte sie am Nachmittag auf einer Pressekonferenz.

    Es gehe dabei nicht darum, Pendler oder andere normale Menschen vor Probleme zu stellen, sondern Kriminelle abzufangen. Man dürfe nicht von Schweden nach Dänemark reisen können, um dann Sprengstoff mitten in Kopenhagen abzulegen.