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Nach Erdbeben in Albanien: Hoffnung auf Überlebende schwindet | BR24

© picture alliance / PIXSELL/ HaloPix

Nach dem schweren Erdbeben in Albanien versuchen Helfer Überlebende in den Trümmern zu finden.

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    Nach Erdbeben in Albanien: Hoffnung auf Überlebende schwindet

    Nach dem schwersten Erdbeben seit Jahrzehnten in Albanien dauert die Suche nach möglichen Verschütteten weiter an. Mehrere Nachbeben erschweren die Arbeiten der Bergungsdienste. Inzwischen hat die Regierung die Zahl der Toten nach oben korrigiert.

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    Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben in Albanien ist die Zahl der Toten auf mindestens 39 gestiegen. Das gab Ministerpräsident Edi Rama bekannt. Demnach kamen in der westlichen Hafenstadt Durres 16 Menschen ums Leben, im Ort Thumane weitere 23. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP außerdem mit, dass bisher 46 Menschen lebend aus den Trümmern gerettet werden konnten. Die Zahl der Verletzten liegt weiterhin bei 650, heißt es weiter.

    Nachbeben erschweren die Suche

    In Durres suchen die Rettungskräfte weiterhin Verschüttete in den Trümmern. In der Nacht versuchte das Team, Mitglieder einer Familie aus den Trümmern ihres Hauses zu befreien. Unter den Verschütteten sollen sich unter anderem Zwillingbabys befinden. In der westlichen Stadt Thumane wurde die Suche inzwischen eingestellt. Grund dafür ist, dass die Behörden von keinen weiteren Vermissten in eingestürzten Gebäuden ausgehen.

    In den vergangenen zwei Tagen suchten Bergungsteams mit Spürhunden und rund 200 Experten aus ganz Europa in den Ruinen nach Verschütteten. Mit jeder weiteren Stunde schwand die Hoffnung, noch Überlebende zu finden. Erschwert wurde die Arbeit der Teams durch ständig neue Nachbeben.

    Offizieller Notstand in beiden betroffenen Städten

    Die albanische Regierung erklärte inzwischen für Thumane und Durres einen 30-tägigen Notstand. Betroffene harren zur Zeit in Zelten oder Autos aus, da ihre Häuser zerstört sind oder noch die Sicherheit der Gebäude untersucht werden muss.

    Bei dem Erdbeben am Dienstagmorgen im Westen Albaniens - in Tirana, der Hafenstadt Durres und einigen Landgemeinden - stürzten mehrere Häuser ein, Menschen liefen bei Nacht in Panik auf die Strassen. Das Institut für Geowissenschaften in Tirana und das Deutsche Geoforschungszentrum in Potsdam gaben die Stärke des Bebens mit 6,3 an, die US-Erdbebenwarte (USGS) mit 6,4. Seither wurden mindestens 250 Nachbeben gezählt, zwei davon erreichten die Stärke 5.