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Havarie der "Viking Sky" wird untersucht | BR24

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Um herauszufinden, warum das Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" am Samstag verunglückte, haben die Polizei und andere Behörden mit den Ermittlungen begonnen.

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Havarie der "Viking Sky" wird untersucht

Um herauszufinden, warum das Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" in Seenot geriet, hat die norwegische Polizei mit Ermittlungen begonnen. Vier Ingenieure aus Schwaben sollen herausfinden, warum mehrere Schiffsmotoren gleichzeitig ausfielen.

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Nachdem am Samstag das Kreuzfahrtschiff "Viking Sky" vor Norwegen in Seenot geraten war, sucht die Polizei jetzt vor Ort mit mehreren Behörden nach den Ursachen des Unfalls. Es handele sich um einen routinemäßigen Vorgang, erklärte die norwegische Polizei laut lokalen Medien. Momentan weise nichts auf eine Straftat hin. Auch Anhaltspunkte, dass die "Viking Sky" Vorschriften missachtet habe, gebe es bislang nicht.

Ingenieure aus Schwaben sollen bei Aufarbeitung helfen

Zu der Havarie war es gekommen, weil mehrere Motoren des Schiffs ausgefallen waren. Die Schiffsmotoren wurden von MAN gebaut - inzwischen hat das Augsburger Unternehmen vier Ingenieure nach Norwegen geschickt, die bei der Aufklärung des Unglücks helfen sollen.

An der Untersuchung des Vorfalls sind zudem Fachleute der norwegischen Havariekommission beteiligt. "Wir wollen genau wissen, was wie und warum passiert ist. Dazu werden wir die Crew befragen, uns die Maschinen ansehen und Daten sammeln, um damit den Havarieverlauf zu rekonstruieren", sagte Dag Lisbeth, ein Vertreter der Kommission, im norwegischen Radiosender NRK.

Dramatische Evakuierung des Schiffes

Die "Viking Sky" war am Samstag entlang der norwegischen Westküste unterwegs, als das Kreuzfahrtschiff wegen Motorproblemen in einem gefährlichen Küstengebiet in Seenot geriet. An Bord befanden sich mehr als 1.000 Menschen, von denen ein knappes Drittel per Hubschrauber an Land geholt wurde. Die restlichen fast 900 Passagiere liefen einen Tag später mit dem Schiff im Hafen der norwegischen Stadt Molde ein. Mit Hilfe von Schleppern und wiedererlangtem eigenem Antrieb hatte es die "Viking Sky" dorthin geschafft. 36 Personen mussten bislang in Krankenhäusern behandelt werden.

Reederei der "Viking Sky" entschuldigt sich bei Passagieren

Die Reederei, zu der das verunglückte Schiff gehört, hat sich am Montag bei den evakuierten Menschen entschuldigt. Gleichzeitig teilte das Unternehmen "Viking Cruises" mit, eine interne Untersuchung aufgenommen zu haben.