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Nach dem Amoklauf in Winnenden: Aus Trauer wurde Engagement | BR24

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Sie hat bei dem Amoklauf in Winnenden vor 10 Jahren ihre Tochter verloren, eine angehende Lehrerin. Heute ist Gisela Mayer Vorsitzende der Stiftung gegen Gewalt an Schulen - und führt intensive Gespräche mit Jugendlichen, die mit Amok drohen.

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Nach dem Amoklauf in Winnenden: Aus Trauer wurde Engagement

Sie hatte bei dem Amoklauf in Winnenden vor zehn Jahren ihre Tochter verloren, eine angehende Lehrerin. Heute ist Gisela Mayer Vorsitzende der "Stiftung gegen Gewalt an Schulen" - und führt intensive Gespräche mit Jugendlichen, die mit Amok drohen.

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Nach dem Schul-Amoklauf in Winnenden sei klar gewesen, dass man nach Ursachen fragen müsse, um präventiv handeln und in anderen Fällen rechtzeitig eingreifen zu können, sagte Gisela Mayer im Interview mit der Bayern 2-radioWelt:

"Es war klar, dass hier Engagement gefragt ist und nicht ein Hinnehmen eines Schicksals, das unabwendbar gewesen wäre."

Gisela Mayer ist Vorsitzende der "Stiftung gegen Gewalt an Schulen" und arbeitet seit der Tat, bei der ihre Tochter starb, mit Jugendlichen, die mit Amok gedroht haben. Sie sei diejenige, die die Jugendlichen damit konfrontiere, was die Ideen, mit denen sie spielen, in der Realität bedeuten, erläuterte Mayer.

"Nach so einem Gespräch sagen die Jugendlichen: Das war bisher wie Kino. Jetzt weiß ich überhaupt erst, was das bedeutet. Wenn dieser Prozess stattfindet, dann war es ein sinnvolles Gespräch!"

Den Täter von Winnenden bezeichnete Mayer als armseligen, bedauernswerten Jungen. "Er war ein Mensch, der von Wut und Hass auf diese Welt und all die Menschen zerfressen war, denen er das Leben geneidet hat, das ihm selbst verschlossen war."

© BR

Am zehnten Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden haben Hunderte Menschen der Opfer gedacht.