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Gisela Mayer, Mutter einer beim Amoklauf in Winnenden 2009 ermordeten Tochter
© picture alliance/Silas Stein/dpa

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Matthias Dänzer-Vanotti
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Gisela Mayer, Mutter einer beim Amoklauf in Winnenden 2009 ermordeten Tochter

Nach dem Schul-Amoklauf in Winnenden sei klar gewesen, dass man nach Ursachen fragen müsse, um präventiv handeln und in anderen Fällen rechtzeitig eingreifen zu können, sagte Gisela Mayer im Interview mit der Bayern 2-radioWelt:

"Es war klar, dass hier Engagement gefragt ist und nicht ein Hinnehmen eines Schicksals, das unabwendbar gewesen wäre."

Gisela Mayer ist Vorsitzende der "Stiftung gegen Gewalt an Schulen" und arbeitet seit der Tat, bei der ihre Tochter starb, mit Jugendlichen, die mit Amok gedroht haben. Sie sei diejenige, die die Jugendlichen damit konfrontiere, was die Ideen, mit denen sie spielen, in der Realität bedeuten, erläuterte Mayer.

"Nach so einem Gespräch sagen die Jugendlichen: Das war bisher wie Kino. Jetzt weiß ich überhaupt erst, was das bedeutet. Wenn dieser Prozess stattfindet, dann war es ein sinnvolles Gespräch!"

Den Täter von Winnenden bezeichnete Mayer als armseligen, bedauernswerten Jungen. "Er war ein Mensch, der von Wut und Hass auf diese Welt und all die Menschen zerfressen war, denen er das Leben geneidet hat, das ihm selbst verschlossen war."

Gedenken an die Opfer des Amoklaufs von Winnenden

Gedenken an die Opfer des Amoklaufs von Winnenden

Autoren

Matthias Dänzer-Vanotti

Sendung

radioWelt vom 11.03.2019 - 06:05 Uhr