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Nach Cyberangriff: Wohnungsdurchsuchung in Heilbronn | BR24

© pa/dpa/Franziska Gabbert

Cyberangriff

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Nach Cyberangriff: Wohnungsdurchsuchung in Heilbronn

Das BKA hat nach Informationen des ARD-Politikmagazins Kontraste und des rbb-Inforadio im Rahmen der Ermittlungen zum Hackerangriff gegen Politiker und Prominente am Sonntag in Heilbronn eine Wohnung durchsucht.

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Beamte des Bundeskriminalamtes (BKA) haben am Sonntag morgen die Wohnräume und den Hausmüll eines Mannes in Heilbronn durchsucht und technische Geräte beschlagnahmt. Dies bestätigten Sicherheitskreise dem ARD-Politikmagazin Kontraste und dem rbb-Inforadio.

Wie Kontraste erfuhr, handelt es sich bei dem Mann um einen 19-Jährigen. Jan S. werde derzeit als Zeuge im Verfahren zum Hackerangriff geführt und soll sich bei seiner Vernehmung kooperativ verhalten haben. "Ich kann bestätigen, dass es bei mir eine Durchsuchung gegeben hat und ich über mehrere Stunden befragt worden bin. Momentan möchte ich mich aufgrund einer entsprechenden Bitte des BKA nicht weiter öffentlich dazu äußern", erklärte S. gegenüber Kontraste-Reportern.

Zeuge will lange mit Hacker in Kontakt gestanden haben

Jan S. hatte zuvor über Twitter erklärt, dass er seit langem mit dem Hacker, der sich "0rbit" nennt, in Kontakt steht. Laut seinen Angaben soll sich "0rbit" nach der Veröffentlichung der Daten, die er unter anderem bei Hackerangriffen auf Politiker, Youtube-Stars und Musiker erbeutet hatte, bei ihm gemeldet haben.

Am späten Abend teilte er auf Twitter einen Screenshot, der nach seinen Angaben eine Unterhaltung vom 4. Januar mit dem Hacker zeigt. Darin gibt dieser an, er beabsichtige, seine technische Ausrüstung zu zerstören. S. erklärte, "Orbit" habe außerdem den Account beim Messengerdienst Telegram gelöscht, der jahrelang verwendet worden sei, um verschlüsselt zu kommunizieren.

Der Teenager arbeitet als Angestellter im IT-Bereich und war in sozialen Medien verdächtigt worden, er selbst sei "0rbit". Dies hat er dementiert.

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Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Unter dem Eindruck hundertfachen Datendiebstahls hat das Bundesinnenministerium Verbesserungen in der Abwehr entsprechender Attacken angekündigt. Das Cyber-Abwehrzentrum, das im konkreten Fall die Ermittlungen führe, werde verbesser.