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Jens Spahn (Archivbild)

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    Nach Coronainfektion: Spahn "den Umständen entsprechend" wohlauf

    Nach seiner Ansteckung mit dem Coronavirus befindet sich Gesundheitsminister Jens Spahn in häuslicher Isolation - mit Erkältungssymptomen, aber ohne Fieber. Erste weitere Tests im Regierungskabinett sind negativ ausgefallen.

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    • BR24 Redaktion

    Nach der gestern bekannt gewordenen Corona-Infektion von Jens Spahn (CDU) geht es dem Bundesgesundheitsminister "den Umständen entsprechend gut". Wie ein Ministeriumsmitarbeiter mitteilte habe Spahn weiterhin kein Fieber, soll aber Erkältungssymptome zeigen. Wo sich der Minister trotz Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln infiziert habe, sei noch unklar, hieß es im Gesundheitsministerium.

    Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem engeren Umfeld des Ministers seien inzwischen ebenfalls auf das Coronavirus untersucht, aber negativ getestet worden. "Als Vorsichtsmaßnahme arbeiten sie vorläufig aus dem Homeoffice", so der Sprecher.

    Mitglieder des Kabinetts lassen sich testen

    Nach Bekanntwerden der Infektion ließen sich auch andere Regierungsmitglieder testen, die am gestrigen Mittwoch an der wöchentlichen Kabinettssitzung im Kanzleramt teilgenommen hatten. Familienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich bereits am späten Mittwochnachmittag einem Schnelltest unterzogen - mit negativem Ergebnis.

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    Jens Spahn und Franziska Giffey auf der Sitzung am 21. 10. 2020

    Bei Seehofer "derzeit kein Infektionsverdacht"

    Auch Innenminister Horst Seehofer (CSU) soll negativ auf das Virus getestet worden sein. Bei den übrigen stehen offizielle Ergebnisse noch aus.

    Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, für Seehofer bestehe derzeit kein Verdacht einer Corona-Infektion. "Bei allen Kontakten des Ministers, auch bei der gestrigen Kabinettssitzung wurden die Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere das Einhalten des Mindestabstandes und das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes berücksichtigt."

    Altmaier: "Keine Sonderbehandlung"

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier betont, für die Regierung gebe es keine Sonderregelung. Beim Kabinettstreffen am Mittwochvormittag seien die großen Abstände eingehalten worden.

    Er selbst sei von Spahn beispielsweise etwa drei bis viereinhalb Metern entfernt gewesen. Außerdem sei die Lüftungsanlage im Kanzleramt eine der besten in ganz Berlin. "Das alles ist überprüft worden." Quarantäne wäre bei diesen Bedingungen auch für andere Bürger nicht Pflicht gewesen.

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