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Zwei Monate nach Brand: Notre-Dame-Spenden fließen nur zögerlich | BR24

© pa/abaca/Vernier Jean-Bernard

Die Pariser Kathedrale Notre-Dame

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    Zwei Monate nach Brand: Notre-Dame-Spenden fließen nur zögerlich

    Rund 850 Millionen Euro haben Spender für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame zugesagt. Doch noch nicht mal zehn Prozent der Summe sind bislang eingegangen. Vor allem die Großspender haben noch nicht gezahlt.

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    Von den rund 850 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame sind bisher erst 80 Millionen Euro ausgezahlt worden. Das sagte Frankreichs Kulturminister Franck Riester dem Fernsehsender France 2. Nicht einmal zehn Prozent des zugesagten Betrags sind also eingegangen.

    Das bislang gezahlte Geld stammt Riester zufolge vor allem von Privatleuten, die an die vier beauftragten Stiftungen gespendet haben. Noch nicht gezahlt haben dagegen die Großspender - darunter die französischen Milliardärsfamilien Arnault und Pinault.

    Bernard Arnault - dessen Konzern LVMH unter anderem Louis Vuitton und Dior im Portfolio hat - hatte 200 Millionen Euro zugesagt. François Pinault - der mit seiner Firma Artemis unter anderem die Luxusmarken Gucci und Saint Laurent besitzt - hatte 100 Millionen Euro zugesagt.

    Zusagen von rund 350.000 Spendern

    Dass die Großspender noch nicht gezahlt haben, sei "normal", so Riester. "Die Spenden werden nach und nach je nach Fortschritt der Bauarbeiten fließen", sagte er. Derzeit würden Vereinbarungen mit den Spendern ausgearbeitet. Diese verlangen nach Angaben des Ministeriums detailliert Auskunft, wofür ihr Geld eingesetzt werden soll. Riester appellierte erneut an die "Großzügigkeit" aller Spender.

    Insgesamt haben nach Angaben des Kulturministers rund 350.000 Spender Geld zugesagt. Bei dem Brand Mitte April waren das Dach und der Spitzturm der gotischen Kathedrale zerstört worden. Seitdem dauern die Arbeiten zur Absicherung von Notre-Dame an.