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Nach Amoklauf in Florida: Lehrer dürfen bewaffnet unterrichten | BR24

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Wenn sie ein Training in einem örtlichen Sheriffbüro absolvieren, dürfen Lehrer in Florida in Zukunft bewaffnet sein. Das entschied das Parlament in Tallahassee am Mittwoch.

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Nach Amoklauf in Florida: Lehrer dürfen bewaffnet unterrichten

Lehrer dürfen laut Gesetz im US-Bundesstaat Florida künftig bewaffnet in den Unterricht. US-Präsident Trump hatte die umstrittene Maßnahme nach dem Amoklauf in Parkland im Jahr 2018 befürwortet.

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Das Parlament des US-Bundesstaates Florida hat mit 65 zu 47 Stimmen ein Gesetz verabschiedet, das es Lehrern erlaubt, künftig Waffen im Klassenzimmer zu tragen. Der umstrittene Gesetzestext muss noch vom republikanischen Gouverneur Ron DeSantis unterzeichnet werden, was als Formalie gilt. Präsident Donald Trump hatte die Vorlage befürwortet.

Mit der Maßnahme sollen Schulmassaker wie jenes in Parkland im Februar 2018 verhindert werden, bei dem ein früherer Schüler 17 Menschen erschossen hatte. Die Befürworter der Waffenerlaubnis argumentieren, bewaffnete Lehrer könnten einen Angreifer schneller stoppen als die Polizei. Bevor Lehrkräfte jedoch im Unterricht eine Waffe mit sich führen dürfen, müssen sie 144 Stunden Training absolvieren.

Treibende Kräfte hinter dem Gesetz sind die amerikanische Waffenlobby National Rifle Association (NRA) sowie die "Moms Demand Action For Gun Sense", die der Milliardär und ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg finanziert. Das Gesetz zählt zum US-weiten "Guardian-Programm". Einige Bezirke in Florida kündigten bereits an, sich nicht an der Maßnahme zu beteiligen.

Kritiker warnen vor noch mehr Waffen

Kritiker argumentieren, mehr Waffen würden nicht zu mehr Sicherheit führen. Sie befürchten Unfälle mit Schusswaffen an Schulen und sind dagegen, dass Lehrern gewissermaßen Polizeiaufgaben übertragen werden. Außerdem warnen sie davor, dass bewaffnete Lehrer im Falle einer Attacke irrtümlich für den Angreifer gehalten und von der Polizei erschossen werden könnten.

Nach dem Amoklauf von Parkland wurde bereits beschlossen, dass sich in Florida bewaffnete Mitarbeiter oder Strafverfolgungsbeamte auf Schul- oder Unigeländen aufhalten. Zudem wurde die Altersgrenze beim Waffenkauf von 18 auf 21 Jahre angehoben.