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Nach Absage aus Chile: UN-Klimagipfel findet in Madrid statt | BR24

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Die Anfang Dezember geplante UN-Klimakonferenz wird in Spaniens Hauptstadt Madrid ausgetragen. Chile war wegen der Unruhen im Land als Veranstalter zurückgetreten. Für die zehntausenden Teilnehmer bringt die Verlegung Schwierigkeiten mit sich.

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Nach Absage aus Chile: UN-Klimagipfel findet in Madrid statt

Die Anfang Dezember geplante UN-Klimakonferenz wird in Madrid ausgetragen. Chile war wegen der Unruhen im Land als Veranstalter zurückgetreten. Für die zehntausenden Teilnehmer bringt die Verlegung Schwierigkeiten mit sich - auch für Greta Thunberg.

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Die UN-Klimakonferenz findet in diesem Jahr in Spaniens Hauptstadt Madrid statt. Diese Entscheidung gab das Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC) in Bonn bekannt. Damit könne das Treffen wie geplant vom 2. bis 13. Dezember veranstaltet werden.

Die chilenische Regierung hatte überraschend am Donnerstag die Konferenz in der Hauptstadt Santiago abgesagt. Sie begründete dies mit den anhaltenden Protesten im Land. Bei den regierungskritischen Massenprotesten gab es bereits Tote, Verletzte und Tausende Festnahmen. Auch der vor der Klimakonferenz geplante Asien-Pazifik-Gipfel (APEC) wurde gestrichen.

Erleichterung in Bonn nach der Zusage von Madrid

Das Bundesumweltministerium zeigte sich über das Angebot Madrids erleichtert. Bonn war als möglicher Ersatztagungsort ins Gespräch gebracht worden. Dort hat das UN-Klimasekretariat seinen Sitz. Vor zwei Jahren war die nordrhein-westfälische Stadt bereits für den Gastgeber Fidschi eingesprungen. Ein Sprecher des Umweltministeriums sagte nach der Ankündigung aus Spanien: "In Bonn wäre das so kurzfristig logistisch nicht möglich gewesen."

Die Klimaexpertin von Misereor, Anika Schroeder, bezeichnete die kurzfristige Verlegung des Tagungsortes als dramatisch für die Delegationen und Vertreter der Zivilgesellschaft aus ärmeren Staaten. Diese blieben nun auf Flug- und Hotelkosten sitzen und könnten kaum eine Reise zu einem alternativen Veranstaltungsort finanzieren.

Zehntausende Teilnehmer der Klimakonferenz müssen umdenken

Die Weltklimakonferenz gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Vereinten Nationen und ist mit mehreren zehntausend Besuchern und Abgesandten mit erheblichem organisatorischen Aufwand verbunden. Es geht um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens, mit dem die Weltgemeinschaft die Erderwärmung auf unter zwei Grad begrenzen will. Dieses Jahr soll es unter anderem darum gehen, nach welchen Regeln Staaten mit Verschmutzungsrechten handeln können.

Eigentlich wechseln die Weltregionen sich mit der Konferenz ab, diesmal wäre Südamerika an der Reihe gewesen.

Greta Thunberg bittet um Hilfe für Rückreise

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg war unter anderem wegen der Klimakonferenz in Chile über den Atlantik gesegelt, weil sie das Fliegen als zu umweltschädlich ablehnt. Nun sucht sie für ihre Rückreise erneut eine Möglichkeit. "Ich muss jetzt eine Möglichkeit finden, den Atlantik im November zu überqueren", schrieb sie auf Twitter. "Wenn irgendjemand mir helfen könnte, ein Verkehrsmittel zu finden, wäre ich so dankbar."