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Mutmaßliche Attacken im Golf von Oman: Öltanker brennt | BR24

© dpa-Bildfunk/Patrick Vereecke

Der Öltanker "Front Altair" im Mai 2018 im Hafen von Antwerpen

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    Mutmaßliche Attacken im Golf von Oman: Öltanker brennt

    Zwei Öltanker sind offenbar am frühen morgen im Golf von Oman attackiert worden. Einer der Tanker brennt. Die Hintergründe sind noch unklar.

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    Im Golf von Oman sind in iranischen Gewässern offenbar zwei Tanker angegriffen worden.

    Wie die norwegische Seefahrtsbehörde erklärte, sei der Öltanker "Front Altair" der norwegischen Reederei "Frontline" am frühen Morgen nach drei Explosionen an Bord in Brand geraten.

    Die deutsche Reederei "Bernhard Schulte Shipmanagement" (BSM) in Singapur teilte mit, ihr mit Methanol beladener Frachter "Kokuka Courageous" sei am Morgen angegriffen und beschädigt worden.

    Ein Verletzter Seemann

    Die Reederei "Frontline" informierte durch einen Unternehmenssprecher, dass alle 23 Menschen an Bord der "Front Altair" in Sicherheit seien.

    Nach Angabe der Reederei BSM sei beim Angriff auf ihren Frachter "Kokuka Courageous" ein Mitglied der Crew leicht verletzt worden. Die insgesamt 21-köpfige Besatzung sei mit einem Rettungsboot auf ein anderes Schiff gebracht worden. Dort habe der leicht verletzte Seemann Erste Hilfe bekommen. Bei den Seeleuten handele es sich ausnahmslos um Philippiner. Deutsche seien keine an Bord gewesen.

    Hilfe durch Schiffe der US-Armee

    Die US-Marine erklärte, dass ihre in der Region stationierte 5. Flotte zwei Notrufe erhalten hätte und Schiffe der US-Navy Unterstützung für die angegriffenen Tanker leisteten.

    Zunahme der Sabotageakte gegen Tanker im Golf von Oman

    Bereits vor vier Wochen hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Sabotageakte gegen vier Handelsschiffe im Golf von Oman gemeldet. Nach saudi-arabischen Angaben wurden zwei Tanker des Landes schwer beschädigt. Die genauen Umstände blieben jedoch unklar.

    US-Sicherheitsberater John Bolton sprach später von Angriffen mit Seeminen, für die "fast sicher" der Iran verantwortlich sei. Beweise für seine Anschuldigung legte er nicht vor. Die Regierung in Teheran wies den Vorwurf zurück und sprach von "lächerlichen Behauptungen".

    Spannungen zwischen den USA und ihren Verbündeten mit dem Iran

    Die USA hatten zusammen mit ihren Verbündeten Saudi-Arabien und den VAE in den vergangenen Wochen den Druck auf den Iran massiv erhöht, u.a. wegen des Streits um das iranische Atomprogramm. Das sunnitsche Saudi-Arabien sieht in dem schiitischen Nachbarn Iran einen Erzfeind. Riad wirft der Regierung in Teheran vor, sich in die inneren Angelegenheiten der arabischen Länder einzumischen.