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Mutmaßliche Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman | BR24

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Im Golf von Oman sind offenbar erneut zwei Handelsschiffe angegriffen worden. Wie die Reedereien der beiden Tanker mitteilten, war nach Explosionen Feuer auf den Schiffen ausgebrochen. Die Besatzungen seien in Sicherheit gebracht worden.

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Mutmaßliche Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman

Im Golf von Oman, kurz vor der Einfahrt zur Straße von Hormuz, gab es offenbar Angriffe auf zwei Tanker. Ein Schiff der deutschen Reederei BSM Ship Management musste evakuiert werden. Offenbar wurden alle Matrosen gerettet.

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Vor der iranischen Küste im Golf von Oman gab es mutmaßliche Angriffe auf zwei Tanker, die Methanol bzw. Roh-Benzin geladen haben.

Tanker einer deutschen Reederei von "Angriff" betroffen

Die deutsche Reederei BSM Ship Management bestätigte einen "Angriff" auf ihren Tanker "Kokuka Courageous". Das Schiff sei am Rumpf beschädigt worden; 21 Seeleute seien evakuiert worden. Ein Besatzungsmitglied sei leicht verletzt worden, hieß es. Das Schiff fährt unter der Flagge Panamas.

Nach Angaben der Reederei besteht keine Gefahr, dass das Schiff sinkt. Die Ladung sei "intakt". Der Schaden sei auf der Steuerbordseite im hinteren Teil des Frachters, sagte der Sprecher. Die 21 Seeleute seien mit einem Rettungsboot auf ein anderes Schiff gebracht worden, die "Coastal Ace". Der leicht verletzte Seemann habe dort Erste Hilfe bekommen. Bei den Seeleuten handele es sich ausnahmslos um Philippiner. Deutsche seien keine an Bord gewesen.

Der Zwischenfall ereignete sich diesen Angaben zufolge in etwa 70 Seemeilen Entfernung vom arabischen Emirat Fudschairah und etwa 14 Seemeilen entfernt von der iranischen Küste.

US-Flotte meldet brennendes Schiff im Golf von Oman

Die 5. US-Flotte meldete, eines der Schiffe treibe brennend in dem Gebiet kurz vor der viel befahrenen Straße von Hormus, die in den Persischen Golf führt. Der Schifffahrts-Nachrichtendienst Dryad Global identifizierte den brennenden Tanker als "MT Front Altair", der unter der Flagge der Marschall-Inseln fährt und zur norwegischen Reederei Frontline gehört. Auch die norwegische Schifffahrtsbehörde bestätigte den Zwischenfall und berichtete von drei Explosionen an Bord, alle 23 Seeleute seien gerettet worden.

Als erste hatte eine britsche Stelle den Zwischenfall gemeldet und zu "äußerster Vorsicht" in der Schifffahrtsregion inmitten der erhöhten Spannungen zwischen dem Iran und den USA aufgerufen. An den Börsen stieg der Preis für Rohöl im morgendlichen Handel um bis zu vier Prozent.

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Offenbar gab es Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman.