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Ein Computerbildschirm zeigt die Startseite der Filesharing-Plattform "The Pirate Bay"
© pa / dpa
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Ein Computerbildschirm zeigt die Startseite der Filesharing-Plattform "The Pirate Bay"

"Wir gehen in Berufung", hat jetzt Henrik Bengtsson angekündigt, der Anwalt von Sony, Warner und der schwedischen Filmindustrie. Er wollte per Gerichtsbeschluss ein örtliches Telekommunikationsunternehmen dazu verpflichten, den Zugang zu "The Pirate Bay" zu sperren, und war gescheitert. In Irland, Großbritannien und Österreich hingegen wird die Tauschbörse blockiert.

Bundesgerichtshof erlaubt Sperren

In Deutschland wiederum hat der BGH entschieden, dass Internet-Dienstleister zu Web-Sperren verpflichtet werden können. Vorraussetzung allerdings ist, dass andere Maßnahmen zur Durchsetzung des Urheberrechts gescheitert sind. Die Diskussion um Web-Sperren hat eine lange Geschichte. In Deutschland etwa erzielte die Piratenpartei bei der Bundestagswahl 2009 aus dem Stand heraus 2 Prozent. Ihren Wahlkampf hatte sie vor allem mit Argumenten gegen die von der damaligen Familienministerin Ursula von der Leyen geplanten Sperren bestritten.

Finger weg von Tauschbörsen!

Surfer allerdings sind gut beraten, auch zugängliche Tauschbörsen zu meiden. Jeder, der dort urheberrechtlich geschütztes Material herunterlädt, gibt seine IP-Adresse preis. Und darüber kann - sogar unabhängig von der Vorratsdatenspeicherung - der Downloader identifiziert werden.