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Münchner Sicherheitskonferenz: Live aus dem Bayerischen Hof | BR24

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Münchner Sicherheitskonferenz: Live aus dem Bayerischen Hof

Die EU steht inmitten neuer Großmachtkonflikte. Der Westen ist als Verteidigungs- und Wertegemeinschaft unter Druck. Hier sind Sie live dabei auf der 56. Münchner Sicherheitskonferenz.

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Zum Abschluss der Münchner Sicherheitskonferenz wollen etwa ein Dutzend Außenminister sowie Vertreter internationaler Organisationen an einer Lösung des Libyen-Konflikts arbeiten. Bei dem Treffen unter Vorsitz von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) und der Vereinten Nationen soll über die Umsetzung der Beschlüsse des Berliner Gipfels vor vier Wochen beraten werden.

Macron fordert europäische Strategie

Als Antwort auf die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in der Welt hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine eigene europäische Strategie. Auf der Münchner Sicherheitskonferenz sprach er von einer "Stunde der Wahrheit" von Europa. Amerika wolle nicht ganz dasselbe wie Europa. Es gebe beispielsweise nicht die gleiche Vorstellung von sozialem Ausgleich. Es brauche also mehr europäische Gemeinsamkeit.

Pompeo: "Zusammen gewinnen wir"

Zuvor hatte US-Außenminister Mike Pompeo Vorwürfe zurückgewiesen, die USA würden sich von ihrer Führungsrolle in der internationalen Gemeinschaft zurückziehen. Die Kritik treffe nicht zu. Vom Tod der des transatlantischen Bündnisses zu sprechen, sei übertrieben, betonte er und verwies auf das Engagement den USA in zahlreichen Krisenherden der Welt. "Der Westen gewinnt, zusammen gewinnen wir", betonte Pompeo.

Maas fordert Aufbau europäischer Sicherheits- und Verteidigungsunion

Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte zu Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz einen beispiellosen Schwund der internationalen Zusammenarbeit beklagt. Grund dafür sei, dass "die Ära des omnipräsenten amerikanischen Weltpolizisten für alle sichtbar zu Ende" gehe, sagte Maas vor Spitzenpolitikern und Wirtschaftsvertretern aus aller Welt. In diese geopolitische Lücke, die die USA vor allem im Nahen und Mittleren Osten hinterließen, drängten nun Länder wie Russland, die Türkei oder Iran, "die oft ganz andere Werte, Interessen und Ordnungsvorstellungen verfolgen", beklagte der Außenminister.

Steinmeier warnt vor destruktiver Dynamik

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte zuvor eine "zunehmend destruktive Dynamik in der Weltpolitik" angeprangert. "Vom Ziel internationaler Zusammenarbeit zur Schaffung einer friedlicheren Welt, von diesem Ziel entfernen wir uns von Jahr zu Jahr weiter", sagte der Bundespräsident in seiner Eröffnungsrede vor Spitzenpolitikern und Wirtschaftsvertretern aus aller Welt.Gegenwärtig präge die Idee der "Konkurrenz der großen Mächte"erneut die Wirklichkeit rund um die Welt. Deutliche Kritik richtete der SPD-Politiker insbesondere an die Adresse der großen Mächte Russland, China und USA.

Politische Krisen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der 56. Münchner Sicherheitskonferenz im Hotel Bayerischer Hof stehen von Freitag bis Sonntag aktuelle politische Krisen in aller Welt sowie zukünftige "sicherheitspolitische Herausforderungen". Mehr als 500 "hochrangige internationale Entscheidungsträger" haben sich dazu angekündigt - unter ihnen rund 40 Staats- und Regierungschefs und mehr als 100 Außen- und Verteidigungsminister.